Fußball

Bleibt Stephan Helm bei Austria oder kehrt Manfred Schmid zurück?

Der Trainerwechsel von Ismail Atalan zu Thomas Silberberger, der dritte bei Wolfsberg, war bereits der zehnte dieser Saison in der Bundesliga. Hinter den Kärntnern, bei denen Silberberger einen Vertrag bis 2028 erhielt, der auch im Falle des Abstiegs gültig bleibt, liegt Rapid mit zwei auf Platz zwei: Von Peter Stöger zu Stefan Kulovits, dann zu Hoff Thorup. Nur die Wiener Austria, Hartberg, Ried, GAK und WSG Tirol wechselten nicht den Trainer. Bei Austria und Hartberg steht aber noch nicht fest, ob Stephan Helm und Manfred Schmid auch nächste Saison im Amt sein werden. Bei der Austria kommt zwei Tage vor dem Wiener Derby gegen Rapid nicht nur Helm, sondern auch Sportvorstand Tomas Zorn zum Medientermin. Wird der Berliner dann die eigentlich überfällige Vertragsverlängerung mit Helm bekanntgeben?

Denn es gibt auch noch eine andere Variante. Die Rückkehr von Schmid nach dreieinhalb Jahren. Was letzten Sonntag sowohl von Hartberg-Obmann Erich Korherr als auch von Schmid im „Sky“-Interview zu hören war, klang nicht danach, dass die Vertragsverlängerung nur noch eine Formsache ist. Es soll um die Laufzeit gehen. Schmid möchte eine längerfristige Lösung, auf die sich Hartberg traditionell nicht einlässt. Schmid sprach auch von einer Frage der Wertschätzung. Die hätte er bei Austria vor allem bei Präsident Kurt Gollowitzer.  Er verhalf Schmid nach dem Abschied von Peter Stöger im Sommer 2021 zum violetten Trainerjob, als er noch nicht Präsident war. Konnte es nicht verstehen, dass der neue Sportvorstand Jürgen Werner im Dezember 2022 das Kapitel Schmid beendete. Das war das erste „Zerwürfnis“ zwischen Gollowitzer und Investor Werner. Helm war der Vorschlag von Werner, dem im Sommer 2024 alle folgten. Jetzt ist Werner „nur“ noch Investor, nicht mehr Sportvorstand. Kann es deshalb zur Rückkehr von Schmid kommen? Freitag wird man zumindest wissen, ob der Helm-Vertrag schon verlängert wurde. Bei Werner wäre dies garantiert schon vor Wochen passiert.

Einen Erfolg für die Austria und Hartberg gab es Mittwoch, als die Bundesliga um 12 Uhr, also zu „High Noon“, die Urteile des Senat fünf im Lizenz- und Zulassungsverfahren für die kommende Saison bekanntgab: Alle zwölf Bundesligisten erhielten in erster Instanz die Lizenz, von den sechs Zweitligisten, die darum ansuchten, Tabellenführer  SKN St. Pölten, Austria Lustenau, Admira/Wacker und die Vienna. Austria, St. Pölten und Admira erhielten als Auflage, aktualisierte, geprüfte, finanzielle Zukunftsinformationen abzuliefern. Bei der Austria kann  Finanzvorstand Harald Zagiczek dies sicher als Erfolg verbuchen, zumal erstmals die Reduzierung des negativen Eigenkapitals um zehn Prozent ein A-Kriterium bei der Lizenzvergabe war.

Die Lizenz wurde zwei Zweitligisten, dem Floridsdorfer AC (weil Trainer Synan Bytiqi keine Pro-Lizenz hat) und Schwarz-Weiß Bregenz wegen mangelnder Infrastruktur, verweigert. Die Zulassung für die zweite Liga erhielten Kapfenberg, Liefering, Amstetten, der FAC, Austria Salzburg, Bregenz, Hertha Wels sowie aus den Regionalligen Wacker Innsbruck, ASK Voitsberg und Horn. Bregenz und Wels haben die gleichen Auflagen wie Austria, Horn müsste in der Regionalliga Ost Erster oder Zweiter werden, liegt aber nur auf Rang sechs. Schafft es Horn nicht, würde es nach der Einstellung des Spielbetriebs bei Stripfing und der Insolvenz von Austria Klagenfurt in der zweiten Liga keinen Absteiger geben.

Foto: Yigit Oerme.

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