Fußball

Dank Manuel Neuer ist das Semifinale für Bayern ganz nah

Zuletzt konnte Bayern München Real Madrid vor 14 Jahren aus dem Europacup werfen. Danach ging´s viermal schief. Diesmal stehen die Aufstiegschancen für den deutschen Meister sehr gut: Bayern gewann das erste „epische Duell“ im Viertelfinale der Champions League im Bernabeu-Stadion 2:1 (1:0). Auch weil der 40 jährige Manuel Neuer der bessere Tormann war als der Ukrainer Andrij Lunin bei Real. Das Tor des „königlichen“ Klubs fiel erst nach dem Austausch des österreichischen Teamspielers Konrad Laimer, der bei seinem 50. Champions League-Einsatz als linker Verteidiger aufgeboten wurde. Auch Arsenal gelang ein Auswärtssieg: Ein Tor des Deutschen Kai Havertz zu Beginn der Nachspielzeit bedeutete ein 1:0 (0:0) im Estadio Alvalade bei Sporting Lissabon.

Laimer hatte die erste Torchance im Bernbaeu-Stadion. Doch sein Schuss fiel zu zentral aus. Bayern war bis zur Pause die bessere Mannschaft mit mehr Ballbesitz, Real wartete auf Konterchancen, die es auch gab. Neuer verhinderte mit drei starken Reaktionen gegen Kylian Mbappe und Vini jr. den Rückstand. So konnte Bayern vier Minuten vor der Pause durch den Kolumbianer Luis Diaz nach Pass von Serge Gnabry in Führung gehen.  Nur 21 Sekunden nach Beginn der zweiten Hälfte fiel das zweite Bayern-Tor: Aleksandar Pavlovic eroberte den Ball gegen Reals Linksverteidiger Alvaro Carreras, Michael Olise legte am Strafraum für Harry Kane ab, der aus 17 Metern unten ins Eck traf. Lunin berührte den Ball, unhaltbar war der Schuss sicher nicht. Real Madrids Trainer Alvaro Arbeloa wechselte zweimal: Mit Eder Militao kam mehr Sicherheit ins Abwehrzentrum, mit Jude Bellingham statt des 18 jährigen Thiago Pitarch mehr Energie ins Mittelfeld. Neuer zögerte Reals Anschlusstor weiter hinaus, es fiel nach Laimers Austausch gegen Alfonso Davies in der 69. Minute: Fünf Minuten später kam Reals Verteidiger Trent Alexander Arnold rechts über Laimers Seite durch, den Stangpass verwertete Mbappe. Das änderte nichts am ersten Bayern-Sieg gegen die Königlichen nach zuvor neun sieglosen Spielen in Serie.

Beim Duell zwischen Titelverteidiger Paris St.Germain und FC Liverpool am Mittwoch im Parc de Prince, das in Österreich live nur bei Canal+ zu sehen ist,  geht´s auch um die Trainer: Frankreichs Meister kämpft um die Verlängerung des bis 2027 laufenden Vertrags von Luis Enrique. Boss Nasser Al Khalifi bietet laut der Sportzeitung „L´Equipe“ dem 55 jährigen Spanier eine Gehaltssteigerung auf 20 Millionen Euro pro Saison an. Damit würde er zwei Millionen mehr als der Topverdiener unter den Spielern, Stürmer Ousmane Dembele, verdienen. Bei Liverpool scheint das Aus für den holländischen Meistertrainer Arne Slot beschlossen zu sein. In der Premier League haben die „Reds“  als Fünfter 21 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Arsenal, im FA-Cup gab es letzten Samstag im Viertelfinale bei Manchester City ein 0:4-Debakel Unter diesen Umständen braucht man viel Fantasie, um Liverpool Aufstiegschancen gegen Paris zu geben. Als Favorit für die Nachfolge von Slot gilt der im Jänner bei Real Madrid beurlaubte Xabi Alonso.

Barcelona und Atletico Madrid treffen in dieser Saison bereits zum fünften Mal aufeinander: In der La Liga gewann Barcelona im Nou Camp 3:1, letzten Samstag in Madrid 2:1. Im Viertelfinale der Copa del Rey eliminierte Atletico hingegen trotz 0:3 im ersten Spiel Barcelona, gewann das Retourspiel daheim 4:0. Alles andere als ein Heimsieg Barcelonas wäre eine Sensation.

Foto: UEFA.

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