Fußball

Messner bei Grasshoppers schwer in der Kritik: Rufe nach Ex-Salzburg-Trainer

Bevor sich Wolfsberg-Präsident Dietmar Riegler mit Thomas Silberberger in Verbindung setzte, meldete er sich auch bei Gerald Scheiblehner. Doch der blieb dabei, was er nach seiner Beurlaubung bei Grasshoppers Zürich am 15. März angekündigt hatte: Er steigt bei eiinem entsprechenden Angebot erst zur nächsten Saison wieder in den Trainerjob ein. Sein Nachfolger beim Schweizer Rekordmeister, dem vom U 21-Trainer zum Chef beförderten Landsmann Gernot Messner, steht schon nach zwei Spielen schwer in der Kritik –  zum Debüt  0:5 in Genf gegen Servette,  am Ostersonntag daheim 0:4 gegen Sion, kein Tor, kein Punkt. Am kommenden Samstag steht das Kellerduell gegen Schlusslicht Winterthur am Programm. Noch hat Grasshoppers fünf Punkte mehr als der Letzte. Aber die Alarmgocken schrillen. In der Schweizer Zwölferliga spielen nach drei Grunddurchgängen die ersten sechs um den Titel, die zweiten sechs gegen den Abstieg. Anders als in Österreich werden die Punkte mitgenommen. Samstag ist die letzte Runde vor den entscheidenden zehn um den Klassenerhalt. Die Grasshoppers-Gegner werden außer Winterthur Luzern, Servette Genf, Lausanne und der FC Zürich sein.

Zwei Tage vor dem 0:4 gegen Sion drangen Fans ins abgesperrte Trainingszentrum ein, drohten der Mannschaft mit Konsequenzen, wenn es keinen Sieg gibt. Nach der Pleite erteilte der umstrittene Sportchef Alain Sutter den Spielern Redeverbot, ließ sie zu keinem Interview: „Sie sollen nachdenken, nicht reden“, begründete dies der ehemalige Grasshoppers-Star, Teamspieler und Legionär bei Bayern München, der zuvor Sportchef bei St. Gallen war. Er sprach Scheiblehner und Messner von jeder Schuld frei. Warum er dann Scheiblehner beurlaubte? Im Finish der Sommer-Transferzeit verpflichtete Suter sechs Spieler, darunter den österreichischen Verteidiger Max Ullmann, aber in Wahrheit schlug keiner ein. Unter Scheiblehner gab es als „Highlights“ ein Unentschieden gegen Aufsteiger FC Thun, derzeit mit 15 Punkten Vorsprung überlegenen Tabellenführer, einen 3:0-Derbysieg gegen den FC Zürich. einen 6:2-Heimsieg gegen Young Boys Bern. Der letzte der fünf Siege gelang am 1. März (1:0 gegen Lugano).  Die bisherigen zwei Duelle gegen Winterthur brachten keinen Sieger.

Auf Scheiblehners Nachfolger Messner hat sich die auflagenstärkste Schweizer Zeitung, der „Blick“ eingeschossen. Nach dem 0:4 musste sich der Kärntner die Frage gefallen lassen, ob er sich der Aufgabe gewachsen fühle. Einen Tag später wurde der ehemalige GAK-Trainer Messner als „personifizierte Überforderung“ abgekanzelt. Und bereits ein Retter ins Gespräch gebracht. Mit der Aufforderung an Sutter, Ricardo Moniz anzurufen. Der Holländer wurde 2011/12 mit Red Bull Salzburg Meister, musste trotzdem gehen. Derzeit ist er in der Slowakei bei Jednota Trencin, in der Schweiz trainierte er 2024/25 den Grasshoppers-Stadtrivalen FC Zürich, wurde Achter.

 

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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