Sowohl in der Meister- als auch in der Qualifikationsgruppe empfängt in der Osterrunde der Zweite den Tabellenführer zum Spitzenduell. Den Anfang macht am Karfreitag die Qualifikationsgruppe das Duell zwischen Ried und Altach. Der Vorarlberger Cupfinalist blieb in sieben der acht Partien in diesem Kalenderjahr unter dem neuen Trainer Ognjen Zaric ungeschlagen, verlor nur in Graz gegen Sturm 0:2. Bei acht bzw. sieben Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Blau-Weiß Linz müssen sich weder Altach noch Ried in den letzten acht Runden Sorgen um den Klassenerhalt machen. Vor allem wenn der Dritte GAK Samstag in einem richtungsweisenden Spiel daheim Blau-Weiß Linz besiegt, die Hoffnungen des Letzten auf eine Wende nach dem 3:2-Heimsieg gegen Ried wieder zerstört. Dann sind auch die Grazer gerettet. In Innsbruck wird entschieden, ob WSG Tirol oder Wolfsberg weiter um den Klassenerhalt bangen müssen oder vielleicht sogar beide. WSG Tirol verlor die ersten zwei Partien der Qualifikationsgruppe, Wolfsberg verlor seine letzten sieben Auswärtsspiele in der Bundesliga. Bei den zwei Samstag-Partien wird Ex-Rapid-Trainer Peter Stöger im Sky-Studio sein Comeback als Experte feiern.
Wenn Meister Sturm Graz als Tabellenführer in ein Auswärtsspiel ging, wurden zwei der letzten vier verloren. Beide in Hütteldorf gegen Rapid – 1:3 im Mai 2025, 1:2 im November. Andererseits haben die Grazer diese Saison mit acht Siegen in den ersten zwölf Auswärtsspielen eine beachtliche Bilanz, mit der sie bereits jetzt so viele Auswärtsssiege feierten wie in der gesamten letzten Saison. Rapid gewann die letzten drei Bundesligaduelle gegen die Grazer. Das gelang zuletzt 2015/16, gegen den amtierenden Meister zuletzt 2013/14 unter Zoran Barisic. Damals gegen die Wiener Austria. Bezwingt Rapid Sonntag Sturm zum vierten Mal hintereinander, würde dies erstmals seit 22 Jahren gelingen, damals unter Josef Hickersberger. Was dafür spricht: Sturm muss definitiv ohne seinen Unterschiedsspieler Otar Kiteishvili auskommen. Wie lange der Georgier wegen einer Muskelverletzung ausfällt, steht noch nicht fest. Kiteishvili kam 2018 nach Graz. Seit damals fehlte der 30 jährige in 48 Spielen. Von denen verlor Sturm die Hälfte, gewann nur zwölf. Die Bilanz unterstreicht die Behauptung von Trainer Fabio Ingolitsch: „Kiteishvili ist für uns nicht zu ersetzen!“
Auch die Wiener Austria hat mit sieben Siegen in zwölf Partien eine starke Auswärtsbilanz. Diese gab es zuletzt 2016/17, als die Austria Vizemeister wurde. Gibt es beim Spitzenduell zwischen Rapid und Sturm keinen Gewinner, würde Austria mit einem Sieg beim LASK Sturm einholen, Rapid überholen. Für Stephan Helm ist es das vierte Spiel als Austria-Trainer gegen den LASK, bei dem er 2020/21 Co-Trainer war. In diesen vier Partien trat er immer gegen einen anderen Kollegen an: Zunächst Ex-Austrianer Thomas Darazs, dann Markus Schopp, Joao Sacramento und Didi Kühbauer. Sonntag geht es zum zweiten Mal gegen einen LASK-Trainer, gegen Kühbauer. Ein Duell unter Burgenländern.
Foto: Yigit Oerme.