Fußball

Wien zahlt weiter für Austria und Rapid! Ex-Schützenkönig in Wolfsberg

Merkbare Erleichterung bei der Wiener Austria: Die Stadt pumpt weiter Millionen in den Klub. Das gilt auch für den Erzrivalen Rapid. Austria hat den Sponsorvertrag mit der Wien Holding bereits um drei Jahre bis 2029 verlängert. Bei Rapid wird das in Kürze mit der Wien Energie passieren. Bei Austria war ein kleines Fragezeichen dahinter, weil Präsident Kurt Gollowitzer seit Monaten nicht mehr Geschäftsführer der Wien Holding ist. Jetzt kann man vorerst durchatmen.  Nichts mit dem Sponsorvertrag hat die Verpflichtung des 19 jährigen deutschen Innenverteidigers Jonas Feddersen zu tun. Der Linksfuß kostete keine Ablöse, bestritt letzte Saison 21 Spiele für die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund in der Regionalliga West, ist aber vorerst nur für die Young Violets in der zweiten Liga eingeplant. Das zeigt aber auch, dass es in der Austria-Akademie derzeit keinen Innenverteidiger mit einem starken linken Fuß gibt, dem der Sprung in die Bundesliga zugetraut wird. Bei Rapid gab es einen anderen Neuzugang: einen offiziellen Recovery-Partner aus der Schweiz. KA-EX, eine Marke für Nahrungsergänzungsmittel, soll mit seinen Produkten dazu beitragen, das Energielevel und die muskuläre Regeneration der Mannschaft gezielt zu fördern.

Eine Ex-Tirol-Tendenz gibt es in Kärnten bei Wolfsberg: Es begann im Frühjahr mit Thomas Silberberger. Mit dem früheren Tirol-Langzeittrainer gelang noch der Klassenerhalt, wonach es vor seinem Einstieg nicht ganz aussah. Um mit Wolfsberg nächste Saison wieder unter die ersten sechs zu kommen, setzte Silberberger auf Spieler, mit denen er in Tirol gute Erfahrungen machte: Den Anhang machte Abwehrchef Raffael Behounek, der aus Holland von Willem II kam. Jetzt folgt mit dem Albaner Giacomo Vrioni. Er war 2021/22 als Leihgabe von Juventus Turin nach Tirol gekommen, was die guten Kontakte von Präsidentin Diana Swarovski-Langes zu den Agnellis, der Besitzerfamilie von Juventus, möglich gemacht hatten. Vrioni wurde damals mit 19 Toren gemeinsam mit dem jetzt bei Borussia Dortmund spielenden Ex-Salzburger Karim Adeyemi Schützenkönig. Danach verkaufte ihn Juventus um 3,5 Millionen Euro in die nordamerikanische Major Soccer League zu New England Revolution.  Dort traf er nicht so oft (22 Tore in 78 Partien), auch nicht danach bei Montreal (nur vier Treffer in 10 Spielen). Daher zurück nach Italien. Bei Zweitligist Cesena ging er im Frühjahr leer aus. Silberberger steht daher vor der großen Herausforderung, Vrioni wieder auf ein Tirol-Niveau zu bringen. Offenbar traut er sich das zu. Eher war nach dem Abstieg von Blau Weiß Linz mit der Rückkehr von Shon Weissman nach Wolfsberg gerechnet worden.

Etwas Bemerkenswertes tat sich in der Steiermark: Sergio Duran ist nicht mehr, wie in den letzten 18 Monaten, Co-Trainer bei Sturm Graz, sondern neu bei Hartberg unter dem zurückgekehrten Markus Schopp. Das läßt Spekulationen über ein nicht ganz einwandfreies beim Vizemeister im Frühjahr zu.

 

Foto: Yigit Oerme.

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