Fußball

Laimer führte zehn Minuten gegen Messi – der Superstar drehte alles um: „Wir waren nicht schlechter!“

Ein Österreicher gewinnt gegen den großen Lionel Messi. Dienstag Abend schien das sogar möglich sein, als im Pariser Parc  de Prince Konrad Laimer mit RB Leipzig gegen Paris St.Germain nach 57 Minuten 2:1 in Führung lag. Aber der Vorsprung hielt nur zehn Minuten. Dann schlug der Superstar noch zweimal zu und am Ende fluchte Laimer (Bild oben): „Wir waren eigentlich keinen Deut schlechter. Da ist der Frust groß, auch wenn es ein geiles Spiel war!“ Aber am Ende stand die dritte Niederlage in der Champions League hintereinander. Ein Parodon: In Leipzigs Startelf standen mit Rechtsverteidiger Mohamed Simakan,  Nordi Mukiele und Christopher Nkunku drei Franzosen in der Startelf, bei Paris mit Presnel Kimpembe  und Kylian Mbappe nur zwei.

Es war die beste Leipzig-Leistung, seit Jesse Marsch Trainer ist. Alle erwarteten eine Defensivtaktik, aber es kam anders. Leipzig präsentierte sich sehr mutig, machte Druck, vergab durch Laimer die erste Chance, lief nach neun Minuten in einen Konter, den Mbappe perfekt abschloss. Aber die roten Bullen marschierten weiter, trafen durch den Portugiesen Andre Silva die Stange, ehe er nach 28 Minuten ausglich. Hoch verdient. Ebenso die Führung durch Nkunku, einen der Leipzig-Frazosen. Aber dann kamen individuelle Fehler, die Paris ausnütze: Ein Ballverlust des Amerikaners Tyler Adams führte zum Ausgleich durch Messi, der eine Stunde lang nicht auffiel. Aber dann stellte Trainer Mauirico Pochettino um, Messi von der rechten Seite in die Mitte. Sieben Minuten nach dem Ausgleich war es ein Franzosen-Fehler, der Paris zum Siegestreffer verhalf.

Simakan stieß unnötig Mbappe um, der italeinische Referee Marco Guida verhängte einen Elfmeter, den man geben kann, aber nicht muss. Messi verwandelte ihn im Stile des ehemaligen Rapid-Stars Antonin Panenka, schupfte ihn lässig in die Mitte wie  der Tscheche 1976 im gewonnenen EM-Finale  für Tschechien gegen Deutschland. Messi machte den Panenka. In der 94. Minute gab Guida den zweien Elfer, den man nicht geben muss. Doch Mbappe jagte den Ball über die Latte., Erinnerungen an Frankreichs k.o. bei der Europameistershaft gegen die Schweiz durch Mbappes vergebenen Penalty. So wie Laimer war am Ende auch Marsch bedient: „Wir haben das Spiel unter Kontrolle und geben es durch unsere Fehler Messi undMbappe. Das darf nicht sein. Außerdem  hatte ich das Gefühl, das alle engen Entscheidungen für Paris entschieden wurden!“ Via „Sky“ schickte er dann Grüße zu seinem Exklub nach Salzburg: „Macht bitte gegen Wolfsburg nicht solche Fehler wie wir!“

Noch schlimmer als Marsch erging es seinem Vorgänger als Salzburg-Trainer. Marco Rose erlitt mit  Borussia Dortmund in Amsterdam bei Ajax ein 0:4 (0:2)-Debakel, war damit noch gut bedient.  Erling Haaland traf bei der bisher höchsten Dortmunder Niederlage in der Champions League nach 48 Minuten die Latte, als Ajax 2:0 führte. Den Schlusspunkt setzte der Franzose Sebastien Haller mit seinem sechsten Tor in seinem dritten Champions League-Spiel. Da wird er wieder ein Dank-SMS nach Salzburg zu Sportwissenschaftler Franz Leberbauer schicken, der Haller 2019 noch in der Zeit bei Eintracht Frankfurt mit seiner Therapie vor einer Adduktorenoperation bewahrte.

Der Schiedsrichter spielte auch beim zweiten 3:2 am Dienstag Abend eine Rolle. Der Deutsche Daniel Siebert  beim Auswärtssieg des FC Liverpool gegen Atletico Madrid. Liverpool führte nach 13 Minuten durch Mo Salah und den Ex-Salzburger Naby Keita 2:0, der Franzose Antoine Griezmann glich mit einem Doppelpack zwischen der  20. und 34. Minute aus. Nach 52 Minuten zeigte Siebert Griezmann Rot, als er zwar ohne Absicht, aber doch mit dem Fuß Roberto Firmino im Gesicht traf. 26 Minuten gab Siebert vor 60.000 Zuschauern im Estadio Metropolitano auf den Elfmeterpunkt, als Mario Hermoso Diogo Jota niederstieß. Salah ließ sich die Chance zum Siegestor nicht entgehen.  Wenig später nahm Siebert einen Elfmeter für Atletico nach Intervention des Video Assistant wieder zurück.

Mehr zu lachen als Laimer hatte sein Landsmann David Alaba. Nach einem 5:0 (1:0) mit Real Madrid gegen Schachtjor Donezk in Kiew. Alaba spielte mit Eder Militao in der Innenverteidigung, Real beherrschte immer das Geschehen, rehabilitierte sich für die 1:2-Blamage gegen Sheriff Tiraspol. Moldaus Sensationsteam verlor in Mailand gegen Inter 1:3 (0:1), der Torschütze erinnerte an die Jahrhundertsensation von Madrid. Der Luxemburger Sebastien Thiel, der das Siegestor im Bernabeu-Stadion erzielte, verwandelte einen Freistoß zum Ausgleich. Zu wenig für die dritte Sensation.

Wie es aussieht, wird Marcel Sabitzer Mittwoch Abend im Estadio da Luz gegen Benfica sein erstes  Spiel bei Bayern München von Beginn an bestreiten. Als zweiter, zentraler Mittelfeldspieler neben Joshua Kimmich statt des erkrankten Leon Goretzka.

 

Foto: UEFA.

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