Fußball

Laimer, Horvath oder Chukwuemeka: Wer ersetzt Paul Wanner in Dublin?

Vier Umstellungen vor Österreichs erstem Auswärtsspiel gegen Irland im Aviva-Stadium von Dublin sind fix: Vermutlich Florian Wiegele im Tor statt Christian Zawieschitzky, Philipp Lienhart im Abwehrzentrum statt des gesperrten Kevin Danso, statt des verletzten Nikolas Veratschnig Stefan Posch,der Sonntag pausierte, rechter Verteidiger. Aber wer ersetzt Eindhoven-Legionär Paul Wanner, der gegen den Kosovo wegen einer Verletzung an der linken Fußsohle nach 68 Minuten ausschied, die weder einen Einsatz  am Donnerstag in Dublin noch einen drei Tage später in Pristina gegen den Kosovo zulässt? Das hängt auch von der taktischen Marschroute, für die sich Teamchef Ralf Rangnick entscheidet, ab.

Beim 3:1 am Sonntag spielte Österreich mit einer Mittelfeldraute, in der Wanner die offensivste Rolle hatte. Ihn ersetzte Carney Chukwuemeka, der noch nie in der Startelf stand. Eine andere Variante wäre Sascha Horvath, der Montag wegen Oberschenkelproblemen das Training beendete, bei dem die Magnetresonanz aber keine strukturelle Verletzung zeigte. Lässt Rangnick aber diesmal mit drei zentralen Mittelfeldspielern agieren, von denen zwei auf der Sechserposition agieren, dann wäre  Konrad Laimer die logische Lösung. Mit einer Einschränkung: Reicht es nach seiner Adduktorenverletzung und nur zwei Trainingseinheiten schon für die Startelf? Kampfkräftige Spieler werden notwendig sein: Bei Irland werden voraussichtlich neun Spieler aus der Premier League und der Championship, der zweiten englischen Liga, beginnen, dazu zwei Legionäre: Betis Sevilla-Mittelstürmer Troy Parrott und Innenverteidiger James  Abankwah, künftig Mitspieler von David Alaba bei Udinese. Parrott hat einen Marktwert von 25 Millionen Euro, Betis zahlte für ihn an Alkmaar im Sommer 16 Millionen Ablöse.

Nach dem freien Dienstag gibt es Mittwochmittag das Abschlusstraining noch im ÖFB-Campus Aspern. Zum Medientermin am Abend im Aviva-Stadium begleitet diesmal Nicolas Seiwald  Rangnick. Über den Montagabend in ServusTV bei „Sport und Talk aus Hangar 7“ interessante Meinungen zu hören waren. Etwa von Ralph Hasenhüttl, den Rangnick als Trainer 2016 von Ingolstadt zu RB Leipzig geholt hatte, damit Chef von Hasenhüttl war. Er meinte, dass es nicht Rangnicks beste Wahl war, Alaba und Marko Arnautovic bei der WM spielen zu lassen und behauptete, dass es schwer werde, Rangnick einen neuen Sportdirektor zur Seite zu stellen: „Wer Ralf kennt, der weiß auch: Wenn er etwas bewegen möchte, dann geht er nicht zu jemandem und sagt, dass er dort anrufen soll, sondern  greift selbst zum Hörer und macht das. Es muss jemand Ralf zuarbeiten, aber er muss nicht immer der Entscheider sein!“  Hans Krankl setzte einen drauf: „Rangnick braucht keinen Sportdirektor, weil er alles alleine macht!“ Zu den 3:1-Siegen über Israel und den Kosovo meinte er: „Richtig gescheppert hat es nicht!“

Foto: Yigit Oerme.

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