Es wäre schlimm gewesen, hier zu verlieren. Das sagte Didi Kühbauer zum 3:1 (0:1) bei seinem Ex-Klub Wolfsberg. Denn ab der zweiten Minute spielte der LASK in Überzahl. Weil Wolfsbergs Innenverteidiger Raphael Behounek nach einer Notbremse gegen Christoph Lang ausgeschlossen wurde. Eine korrekte Entscheidung von Schiedsrichter Christian Petru Ciochirca. Inklusive Nachspielzeit musste Wolfsberg 93 Minuten mit einem Mann weniger auskommen. Noch länger als letzten Samstag in Graz, als mit Nicolas Wimmer nach 15 Minuten wegen eines Hands die rote Karte sah. Da waren es nur 80 Minuten, trotzdem hielt das 0:0. Daheim ging Wolfsberg dezimiert sogar in Führung. Durch das erste Bundesligator von Rechtsverteidiger Fabian Wohlmuth nach 34 Minuten. Der Vorsprung hielt sogar bis zur 54. Minute. Für einen Torerfolg mit elf gegen zehn brauchte der Doublesieger 52 Minuten.
„Wir haben geglaubt, dass in Überzahl alles einfach auf uns zukommt. So kenne ich meine Mannschaft nicht“, kritisierte Kühbauer. Mit seiner Pausenansprache in der Kabine fand er offenbar die richtigen Worte, denn in der zweiten Hälfte ließ der LASK keine Torchance der Kärntner mehr zu. Innenverteidiger Xavier Mbuyamba glich nach einem Eckball per Kopf aus, 14 Minuten später kam nach einem kurz abgespielten Korner der Ball von Moses Usor zu Melayro Bogarde. Er kam frei zum Schuss. Der senkte sich ins lange Eck. Das 3:1 fiel aus einer Ko-Produktion von Kühbauers Jokern: Der nach 71 Minuten für Rechtsverteidiger Kasper Jörgensen eingewechselte Florian Flecker verschaffte bei einem Konter Alessandro Schöpf, der ab der 57. Minute Kryzstof Danek ersetzte, freie Schussbahn. Die nützte der Tiroler zum Tor gegen den Ex-Klub. Auf das folgte ein zufriedenes Lachen (Bild). Bei Wolfsberg debütierte Ex-Austrianer Dominik Fitz ab der 65. Minute. Drei Minuten später ging der LASK in Führung. Für Fitz war es sein erstes Bundesligaspiel seit 13 Monaten. Auch sein letztes vor seinem missglückten Minnesota-Engagement bestritt er gegen den LASK. Damals verlor er mit Austria auf der Gugl 1:2.
Beim LASK fehlten sowohl Rückkehrer Sasa Kalajdzic als auch Samuel Adeniran. Kühbauer kann sich nicht vorstellen, dass Kalaajdzic zum Start in die Champions League beim griechischen Meister AEK Athen am nächsten Dienstag in der Startelf stehen wird. Ob die Jochbeinverletzung von Adeniran seinen Einsatz zulassen wird, ist noch ungewiss.
Foto: Gepa/Admiral.