Fußball

LASK das Maß aller Dinge! Nur Siege bringen Rapid und Austria in die ersten sechs

Nach den Samstag-Ergebnissen, Siegen von LASK, Hartberg und Aufsteiger Ried, gehen Rapid und Austria Sonntag nur als Siebenter und Achter in ihre Spiele beim Schlusslicht Blau Weiß Linz und daheim gegen Mister Sturm. Um Hartberg und Ried zu überholen, unter den ersten sechs in die Winterpause zu gehen, brauchen Rapid und Austria einen Sieg.  Die Statistik spricht einerseits für die Austria (seit sechs Duellen gegen den Titelverteidiger ungeschlagen, davon vier gewonnen), anderseits für Sturm. Denn 21 Punkte aus den ersten acht Auswärtsspielen, von denen sieben gewonnen wurden, holten die Grazer zuvor nie. Trotzdem sehen viele im Grazer Umfeld Meistermacher Jürgen Säumel bei einer Niederlage gegen die Austria als extrem gefährdet, bei Violett gibt es auch Spekulationen um Stephan Helm. Präsident Kurt Gollowitzer informiert allerdings sowohl Aufsichtsrat der Austria-AG und den Verwaltungsrat am Freitag via Mail, dass er keinerlei Vakuum in der sportlichen Führung sieht. Helm hat den zuletzt erkrankten Mittelfeldspieler Sanel Saljic wieder zur Verfügung.

Endet Rapids Niederlagenserie beim Letzten, der wie es Interimstrainer Stefan Kulovits nach dem 0:1 gegen Omonia Nikosia prophezeite? Auswärtsspiele gegen Blau Weiß, in dieser Saison die bisher schwächste Heimmannschaft, waren für Rapid letzte Saison kein Erfolgserlebnis. Im Grunddurchgang 0:3, in der Meisterrunde 1:2, danach musste Trainer Robert Klauß gehen, wurde Kulovits Interimstrianer so wie jetzt.  Der letzte Sieg gegen Blau Weiß in Linz gelang vor zweieinhalb Jahren unter Zoran Barisic, allerdings verletzte sich Nenad Cvetkovic beim 5:0 einen Kreuzbandriss, fiel für den Rest der Saison aus. Zu den Ausfällen gehört zum zweiten Mal in den letzten vier Monaten der Norweger Nosa Petter Dahl wegen muskulärer Probleme. Vier der acht Auswärtsspiele hat Rapid gewonnen. Das letzte schon vor sechs Runden.

Ein Ex-Rapid-Trainer prolongierte Samstag seine Erfolgsserie: Didi Kühbauer (Bild) verlor kein Match, seit er zum LASK zurückkehrte, in acht Runden gab es sieben Siege und ein Unentschieden. Das 2:1 (21) gegen den GAK durch Tore von Moses Usor und Samuel Adeniran bedeutete den ersten Auswärtssieg gegen die Grazer seit 26 Jahren(!), mit dem der LASK  Tabellenführer Red Bull Salzburg punktemäßig einholte. Salzburg könne sich Sonntag mit einem Heimsieg gegen den Wolfsberger AC wieder etwas absetzen – das müsste gegen den ersatzgeschwächten Cupsieger (Chibuike Nwaiwu gesperrt, Kapitän Dominik Baumgartner und Alessandro Schöpf verletzt) gelingen, auch wenn der erkrankte Trainer Thomas Letsch wie beim 0:1 in Freiburg fehlen sollte. Aber selbst dann bleibt der LASK derzeit das Maß aller Dinge in der ausgeglichen schwachen Liga. Mit solchen Serien wird man zum Titelanwärter.

Bemerkenswert auch das 3:0 (1:0) von Ried über Altach: Der höchste Bundesligasieg des Aufsteigers seit achteinhalb Jahren, erstmals seit Tagen gelangen drei hintereinander. Beim 2:1 (0:0) von Hartberg gegen WSG Tirol spielte Referee Stefan Ebner eine Hauptrolle: Hartbergs Innenverteidiger Habib Coulibaly durfte trotz Tritt gegen das Schienbein von Matthäus Taferner, der Tirols Mittelfeldspieler zum Ausscheiden zwang, weiter spielen. Rot gab es hingegen für Tirols Innenverteidiger David Kubatta, weil sich Ebner von ihm beleidigt fühlte. Auch Tirols reklamierender Trainer Philipp Semlic bekam die rote Karte. Tirol ging dezimiert durch die Austria-Leihgabe Moritz Wels in Führung.  Als „Krönung“ war der Elfmeter, den Elias Havel zu Hartbergs Siegestreffer verwandelte, ein Geschenk von Ebner, mehr als fragwürdig. Normal hätte VAR Christian Petru Ciochirca eingreifen müssen. Havel ist mit zehn Toren damit die Nummer eins der Schützenliste.

 

Foto: APA/Erwin Scheriau.

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