Fußball

Luis Enrique und Christoph Freund sind einig: Bei Paris-Bayern entscheiden kleine Details

Was Samstag in Mainz gelang, kann Dienstagabend im Parc de Princes beim Schlager der Champions League zwischen Titelverteidiger Paris St. Germain und Bayern München, den der Schweizer Schiedsrichter Sandro Schärer leitet: Dass Bayers Trainer Vincent Kompany in der Kabine das Spiel dreht. Weil der Belgier nach drei gelben Karten gesperrt ist, nur auf dr Tribüne sitzen wird: „Unser Trainer hat klar angesprochen, dass wir so nicht auftreten können“, verriet Christoph Freund der Sportdirektor mit Salzburg-Vergangenheit über die Kabinenansprache in Mainz,  „er hat ganz klare Worte gefunden!“ Kostet die Kompany-Sperre dem deutschen Meister vielleicht sogar das mögliche Triple? Ein Trick wie vor 21 Jahren bei José Mourinho kommt nicht in Frage. Er hatte sich in seiner Chelsea-Zeit vor dem Viertelfinale gegen Bayern schon vor dem Spiel in die Kabine geschmuggelt. Um unerkannt nach dem Spiel die Kabine zu verlassen, hatte er sich in einem Wäschekorb versteckt. Weil die UEFA-Überwacher darauf aufmerksam wurden, machte ein Betreuer den Deckel zu. Womit Erstickungsgefahr für Mourinho bestand.

So etwas hat Bayern nicht nötig: „Unser Trainerteam funktioniert, wird das auffangen“, prohezeite Freund. In der Coaching Zone wird meist der für Standards zuständige Engländer Aaron Danks zu sehen sein, aber eine wichtige Rolle spielt auch Rene Maric, den Freund zu Salzburg-Zeiten als Assistent von Marco Rose schätzen gelernt hatte und deshalb zu Bayern holte. Maric begann im Nachwuchs, war aber nach sechs Monaten bereits Co-Trainer von Kompany, gilt als Taktikhirn. Bayern ist seit fünf direkten Duellen gegen Frankreichs Serienmeister unbesiegt, das gelang sonst keiner Mannschaft in Europa. In Erinnerung bleibt das 1:0 im Finale 2020 von Lissabon, das Bayern (damals mit David Alaba) das Triple sicherte. Diese Saison gewann Bayern in der Ligaphase am 4. November im Parc des Princes durch zwei Tore von Luis Diaz (Bild) 2:1 (2:0). Knapp vor dem Pausenpfiff wurde der Kolumbianer ausgeschlossen, Bayern siegte trotzdem.

Paris St. Germain ist laut Trainer Luis Enrique besser in Form als vor sechs Monaten, wieder so stark wie zu den besten Zeiten der letzten Saison: „Keine Mannschaft ist besser als wir. Das sage ich, obwohl wir nicht unter den ersten Acht und nicht direkt für das Achtelfinale qualifiziert waren!“ Seine Offensiv-Marschroute bewies die Ankündigung, wonach die Außenverteidiger Achraf Hakimi und Nuno Mendes mehr stürmen als verteidigen müssen. Und das trotz Gegenspielern wie Diaz und Michael Olise: „Kleine Details werden den Unterschied ausmachen“, prophezeite Luis Enrique. Den Satz nahm auch Freund in den Mund. Der Schlager wird live von Sky übertragen,

Foto: UEFA.

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