Alexander Prass erzielte Dienstagabend in seinem 50. Bundesligaspiel sein erstes Tor für Hoffenheim, leitete damit eine Minute vor der Pause das 2:0 (1:0) im Nachtragsspiel bei Werder Bremen ein. Der Traum von der Champions League-Qualifikation geht nach dem vierten Sieg hintereinander für Christian Ilzer und seine Mannschaft weiter. Als Dritter fehlen nur noch drei Punkte auf den Zweiten Borussia Dortmund. Samstag empfängt Hoffenheim Union Berlin, eine Runde später geht es nach München zu Meister Bayern. Seit der sechsten Runde hat Hoffenheim mit zehn Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage die gleiche Bilanz wie Bayern. 350 Fans begleiteten Hoffenheim ins 560 Kilometer entfernte Bremen, zum Dank bezahlte ihnen die Mannschaft die Eintrittskarten.
Das erste Bundesligator des 24- jährigen Prass verdient das Prädikat Traumtor: Mit links aus 24 Metern ein Knaller mit 110 km/h genau ins Kreuzeck: „Den hab´ich ganz gut getroffen“, meinte Prass lächelnd im „Sky“-Interview, “ ein sehr gutes Gefühl. Wenn wir jedes Spiel so weitermachen, könnte es am Ende klappen!“ Mit der völlig unerwarteten Qualifikation für den Champions League. Nach 52 Minuten drohte nach der roten Karte für den Holländer Wouter Burger, die es nach VAR-Intervention gab, das Match zu kippen. Aber nur zwei Minuten später fiel der zweite Treffer. Den Vorsprung verteidigte Hoffeenheim mit viel Leidenschaft und Teamwork, trotz zehn Minuten Nachspielzeit hielt das zu null. „Bis zum Ausschluss waren wir die bessere Mannschaft, danach musste wir leiden, ließen auch in Unterzahl nur wenig zu“, zeugte sich Ilzer zufrieden. Die großen Probleme gab es nach dem Schlusspfiff: Nämlich rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Für Werder Bremen war es das neunte Spiel hintereinander ohne Sieg. Wegen der Gelbsperre von Kapitän Marco Friedl war Romano Schmid an seinem 26. Geburtstag der einzige Österreicher, der bei Werder begann. Sein Tor mit der Ferse nach 64 Muten hätte das Spiel noch einmal anzünden könne, galt nach VAR-Urteil wegen Abseits nicht. Marco Grüll wurde kurz ach dem 0:2 eingewechselt, flankte oft in den Strafraum _ das nützte nichts.
Keinen Sieg gab es für Nicolas Seiwald, Xaver Schlager und Christoph Baumgartner mit RB Leipzig in Hamburg gegen St. Pauli. Beim 1:1 (0:0) kostete ein Elfmeter in der Nachspielzeit den Sieg. Schlager traf bei 0:0 die Stange. Leipzig ist mit drei Punkten Rückstand auf Hoffenheim Vierter und damit ebenfalls auf einem Champions League-Platz.
Foto: TSG Hoffenheim.