Fußball

Selbst mit „Rapid-Wiederholung“ kann Salzburg scheitern

Fast 17 Jahre ist es schon her, dass eine österreichische Mannschaft im Villa-Park von Birmingham Geschichte schrieb. Rapid gewann dort am 20. August 2009 in der Trainerära von Peter Pacult als erste österreichische Mannschaft ein Europacupspiel in England. Im Play-off zur Europa League lag Rapid gegen Aston Villa zweimal zurück, gewann dann aber durch ein Tor von Rene Gartler 3:2, stieg trotz 1:2-Heimniederlage dank der Auswärtstore auf. Wenn der FC Salzburg Donnerstag in der letzten Runde der Ligaphase der Europa League so wie damals Rapid gewinnen sollte, wäre das genauso hoch einzuschätzen wie damals der Rapid-Sieg. Aber selbst die Sensation gegen den Überraschugs-Dritten der Premier League könnte für den Aufstieg in die Play-offs zu wenig sein. Das ist die bittere Wahrheit.

Salzburg müsste als derzeit 28. vier Plätze gut machen, um im Bewerb zu bleiben. Rang 24 belegt derzeit Celtic Glasgow mit zwei Punkten mehr als Salzburg, theoretisch könnte Österreichs Winterkönig auch noch Young Boys Bern, Brann Bergen und Lille einholen. Zwischen Salzburg und Celtic liegen der FC Basel, der sich nach der Niederlage in Salzburg vor einer Woche trotz de folgenden 4:3 in der Meisterschaft beim FC Zürich von Meistertrainer Ludovic Magnin trennte, Feyenoord Rotterdam und Ludogorez Razgrad aus Bulgarien, punktgleich mit Salzburg sind Hollands Cupsieger Go Ahead Eaglers Deventer und FCSB Bukarest. Schlecht  für Salzburg, dass Celtic daheim gegen den bisher sieglosen FC Utrecht spielt und Razgrad gegen OGC Nizza. Denn auch die Frazosen habe keine Chance mehr, weiterzukommen.

Sturm Graz könnte Salzburg mit einem Heimsieg gegen Brann Bergen helfen. Aber ist es realistisch, mit einem Sieg in Birmingham zu spekulieren? Normal nicht, denn Aston Villa bezwang im Dezember in der Premier League Tabellenführer Arsenal, Chelsea und Manchester United. Hoffnung macht, dass Arsenal als Zweiter der Europa Lague hinter Olympique Lon bereits fix im Achtelfinale ist. Daher könnt der spanische Trainerstar Unai Emery rotieren, einige Stars für die Premier League am Sonntag gegen Brentford schonen. Die Stars sind in der Abwehr der englische Teamspieler Ezri Konsa, der Spanier Pau Torres, im Mittelfeld die Belgier Amadou Onana und  Youri Tielemans, in der Offensive Ex-Dortmund-Star Jadon Sancho,  die englischen Teamspieler Morgan Rogers und Ollie Watkins, der Argentinier Emiliano Buendia. Das Duell im Villa-Park liefert bei den Torhütern einen kleinen Vorgeschmack auf das WM-Spiel zwischen Österreich und Weltmeister Argentinien am 20. Juni in Dallas: Bei Aston Villa mit Emiliano Martínez der WM-Goalie der „Gauchos“, bei Salzburg Österreichs Teamkeeper Alexander Schlager (Bild), der sicher einiges zu tun haben wird.

Salzburg muss den erkrankten Yorbe Vertessen vorgeben. Das Spiel ist in Österreich nur bei Canal+ live zu sehen. Alle anderen Partien zeigt Sky, Servus TV überträgt Sturm gegen Brann Bergen.

Foto: RB Salzburg/Weirther.

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