Eishockey

Mit der zweitbesten WM der letzten 20 Jahre zum fünften Klassenerhalt hintereinander

Der Traum vom zweiten WM-Viertelfinale hintereinander erfüllt sich für Österreichs Eishockeyteam nicht. Schade darum, aber trotz 1:4 (0:2, 1:2, 0:0) gegen den Olympiasieger USA vor 9126 Zuschauern in der Zürcher Swiss Life Arena war die Weltmeisterschaft ein weiterer Teil der Erfolgsstory dieser Mannschaft. Trotz zahlreicher Ausfälle den fünften Mal hintereinander den Klassenerhalt, mit neun Punkten die zweitbeste Bilanz der letzten 20 Jahre, geschafft. Das verdient Applaus, kritische Töne sind nicht angebracht: „Wir haben uns anständig verabschiedet“, meinte Teamchef Roger Bader. Dem ist nichts hinzuzufügen. Kapitän Peter Schneider gab zwar die große Enttäuschung zu, war aber zugleich unendlich stolz: „Weil wir bis zum letzten Moment toll gekämpft haben!“

Badeer musste nach dem 2:5 gegen Finnland drei der vier Linien umstellen. Weil mit Dominic Zwerger einer der großen Leistungsträger ebenso verletzt ausfiel wie Villach-Stürmer Max Rebernig. Tim Harnisch kam zu Schneider und Benjamin Nissner in die erste Linie, hätte beim elanvollen Beginn, bei dem auch die Schweizer Fans Österreich anfeuerten, im Duell zwischen David und Goliath fast die Führung gegen den Riesen erzielt. Sein Schuss ging aber an die Latte. Dann stand es nach einem Doppelschlag der Amerikaner innerhalb von 45 Sekunden nach sieben Minuten 0:2.  Das 0:3 zu Beginn des zweiten Drittels war die Entscheidung, Simeon Schwinger verhinderte ein Shut-Out der Amerikaner, als er einen Schuss von Verteidiger David Maier unhaltbar abfälschte. Eine Co-Produktion von KAC-Spielern.

Auf die drei Siege in den ersten drei Spielen folgten vier Niederlagen, die keine Überraschung waren. Daher beendete Österreich die WM auf Platz elf. Die Topleistung beim Sieg gegen Lettland, der auch Tormann Atti Tolvanen zu verdanken war, war nicht mehr zu toppen. Gegen Deutschland war Österreich noch 30 Minuten auf Viertelfinalkurs, danach nicht mehr. Mehr als drei Siege zu erwarten oder gar zu fordern, wäre unrealistisch. Es hätte einer Sternstunde bedurft Der große Erfolg ist, dass Österreich auch 2027 in Deutschland bei der A-WM dabei ist. Auch der Veranstalter schaffte nicht den Sprung unter die besten Acht. Das verhinderte Lettland mit einem 8:1-Sieg  gegen Ungarn. Österreich-Bezwinger USA trifft im Viertelfinale auf Kanada. Die Neuauflage des Mailänder Olympiafinales in der Stadt des Schweizer Meisters Fribourg.

Foto: IIHF.

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