Fußball

Mit Mayulu machte Rapid größten Gewinn, mit Druijf größten Verlust! Panathinaikos oder Banja Luka

Ex-Rapidler Nicolas Kühn hatte Mittwoch im Dress von Celtic Glasgow in München am Ende wegen Bayerns spätem Ausgleich „Schmerzen“ (Bild), weil er dadurch aus der Champions League ausschied. Mit seinem Tor zur Führugn von Celtic machte er vor den Augen des deutschen Teamchefs Julian Nagelsmann Werbung in eigener Sache, könnte im März erstmals zum deutschen Teamkader gehören. Seinem Wiener Ex-Klub bringt das finanziell keine Bonizahlung, aber der 25 jährige war einer der vier Spieler, mit denen Rapid bei insgesamt 26 Abgängen in den letzten zweieinhalb Jahren ein Millionengeschäft machte. Als er im Sommer 2022  zu Rapid kam, kostete er nach einer Zweitligasaison bei Erzgebirge Aue nur 500.000 Euro, die Bayern bekam, da er an Aue verliehen war. Sein Wechsel nach Glasgow spülte 3,5 Millionen in die Rapid-Kassen. Blieb ein Plus von drei Millionen. Das wurde nur durch Fally Mayulu übertroffen: Er kostete keine Ablöse, da sein Vertrag bei Blau Weiß Linz vor dem Wechsel nach Hütteldorf im Sommer 2023  ausgeliehen war. Ein Jahr später war er unerwartet und überraschend dem englischen Zweitligisten Bristol 3,5 Millionen wert. So hoch war auch Rapids Gewinn. Sozusagen ein Geschenk des Himmels.

Für die anderen Millionengewinn sorgten Eigenbauspieler aus der Rapid-Akademie. Leopold Querfelds Wechsel zu Union Berlin brachte 3,0 Millionen, der von Nikolas Sattlberger nach Belgien zu Genk, 2,5 Millionen. Genk ist derzeit mit acht Punkten Vorsprung Tabellenführer. Sollte es mit dem Meistertitel klappen, würde noch ein Nachschlag fällig werden, der Gewinn also steigen. Über sechs Jahre gesehen gab es auch durch Louis Schaub einen Gewinn von drei Millionen: 2018 an den 1. FC Köln um 3,5 Millionen verkauft, 2024 von Hannover 96 um 500.000 Euro erworben. Es gab aber auch Verlustgeschäfte. Das größte mit der Holländer Ferdi Druijf. Der Stürmer kostete 1,5 Millionen, als er nach einer Leihe im Sommer 2022 auf Wunsch des damaligen Trainers Ferdinand Feldhofer fix von AZ Alkmaar gekauft wurde. Die Erwartungen wurden nicht erfüllt, nach einem Jahr wechselte er auf Leihbasis zu PEC Zwolle, wo er sich schwer am Knie verletzte, seither nicht mehr spielen konnte, daher an Grün-Weiß zurückgegeben wurde. Vor drei Wochen löste Rapid den Vertrag mit ihm auf. Auch die 800.000-Investition in den Kauf von Thierry Gale von Dila Gori in Georgien muss Rapid wahrscheinlich abschreiben. Im Moment ist er an den polnischen Klub Piast Gliwice verliehen. Auch der slowakische Teamverteidiger Martin Koscelnik brachte ein Minus. Um 300.000 Euro Ablöse aus Tschechien von Liberec geholt, nach einem Jahr ablösefrei an NAC Breda abgegeben. Christoph Langs Wechsel zum LASK brachte für Rapid im Jänner 400.000 Euro. Als er ein Jahr als Nachfolger von Kühn verpflichtet wurde, kassierte Sturm Graz für ihn 600.000 Euro. Bedeutet 200.000 Euro Verlust.

So wie Kühn verabschiedete sich gestern mit Stefan Schwab ein weiterer Ex-Rapidler aus dem Europacup. Er verlor mit Paok Saloniki nach dem 1:2 im Heimspiel gegen FCSB Bukarest in Rumäniens Hauptstadt 0:2 (0:1), wurde erst in der 79. Minute eingewechselt. Zwei Minuten später fiel das zweite Tor. Bosniens Meister Borac Banja Luka und Panathinaikos, die Grün-Weißen aus Athen, sind die möglichen Rapid-Gegner im Achtelfinale der Conference League, das Freitag in der UEFA-Zentrale Nyon ausgelost wird. Für Borac Banja Luka reichte nach dem 1:0-Heimsieg gegen Olimpija Laibach durch ein Tor von Ex-Tirol-Legionär Sandi Ogrinec nach 91 Minuten  das 0:0 in Slowenien. Das Match war erst nach 105 Minuten beendet. In beiden Partien fehlte der verletzte Kapitän von Banja Luka, Ex-Rapidler Srdjan Grahovac. Panathinaikos, derzeit Dritter der griechischen Meisterscaft, bezwang Vikingur Reykjavik 2:0 (0:0), stieg mit dem Gesamtscore von 2:1 auf. Bis zur 70. Miute stand es 0:0, dann traf der serbische Abwehrspieler Filip Mladenovic. Der entscheidende Treffer fiel erst in der fünften Minute der Nachspielzeit durch den 25 jährigen Brasilianer Tete.

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