Ohne Zuschauer beginnt Montag für Österreichs U 21-Team in Georgien die Qualifikation um ein Ticket für die EM 2027 in Serbien und Albanien. Weißrussland muss durch einen UEFA-Entscheid aus politischen Gründen die Heimspiele auf neutralem Platz austragen, dazu nur unter Ausschuss der Öffentlichkeit. Die Wahl fiel auf Gori. Dort überraschten die Weißrussen am Donnerstag mit einem 1:1 gegen Belgien. Der Ausgleich des Außenseiters fiel erst in der 91. Minute. Die Mannschaft von Teamchef Peter Perchtold weiß, was auf sie zukommt. Das weitere Programm in diesem Jahr: Im Oktober in Dänemark und gegen Wales im Stadion von Blau Weiß Linz, im November gegen Belgien in Ried.
Perchtold bekam drei Tage vor dem Start am Freitag Hilfe von Ralf Rangnick, der ihm sowohl den neuen Lens-Legionär Samson Baidoo als feste Größe im Abwehrzentrum als auch Rapid-Stürmertalent Nikolaus Wurmbrand als Fixtsarter im Angriff überließ. Baidoo ist einer von acht Legionären im Kader. Einer ist der Kapitän, Ex-Rapidler Nikolas Sattlberger, mit 14 Einsätzen der erfahrenste Spieler. Er hat bei Genk in Belgien größere Chancen auf einen Fixplatz als die andern sieben. Als Baidoo, Konstantin Schopp, der bei Mainz biser noch nicht im Bundesligakader war, als Dijon Kameri, der bei Cracovia in Polen vorerst Joker ist, als Oluwaseun Adewumi, die Burnley- Leihgabe bei Cercle Brügge, wo er bei drei Kurzeinsätzen schon ein Tor erzielte. Stammspieler ist das ehemlige Salzburg- Stürmertalent Luka Reischl bei Holland Zweitligist ADO Den Haag, die Abwehrspieler David Heindl und David Puczka gehren bei Bayern und Juventus zur zweiten Mannschaft.
Immerhin zwölf kamen in der Bundesliga diese Saison schon zu Einsätzen: Wurmbrand spieltee erfolgreich auch im Europacup bei Rapid, Lukas Jungwirth ist die neue Nummer eins im Tor des LASK, so gut wie regelmäßig spielten in den bisherigen fünf Runden bei Hartberg die Rapid-Leihgabe Dominic Vincze und Damjan Kovacecic sowie bei WSG Tirol der von der Wiener Austria verliehene Moritz Wels. Auf je sechs Einsätze kamen bisher die Stürmer Belmin Beganovic und Peter Kiedl, Beganovic als Joker bei Sturm, der vom Meister an Ried verliehene Kiedl gehörte zweimal zur Startelf, erzielte zwei Tore, eines ausgerechnet gegen Sturm , eines gegen den LASK, Je fünfmal spielte bei Red Bull Salzburg die Abwehrspieler Jannik Schuster und Tim Trummer, viermal Jonas Mayer bei Ried, Verteidiger Luca Pazourek wurde dreimal bei der Wiener Austria eingewechselt. Eine interessante Mischung, daher ist Perchtold guter Dinge: „Die Jungs sind mit großer Energie und Konzentration bei der Sache. Sie werden alles tun, um mit einem Sieg zu starten!“
Foto: ÖFBJohannes Friedl.