Fußball

Nach 33 Spielen schon Rapidler des Jahres: Marco Grüll

Vor dem Anpfiff zum Cupviertelfinale gegen Hartberg gibt es Samstag Nachmittag im Allianz-Stadion eine Ehrung. Für den von den Fans gewählten Rapidler des Jahres 2021, der eine Trophäe bekommt. Der heißt zum ersten Mal Marco Grüll. Was durchaus beachtlich ist. Weil  dem 23 jährigen, der im letzten Sommer ablösefrei von Ried kam, 33 Spiele reichten, um in der Publikumsgunst die Nummer eins und Nachfolger des  vor zwei Wochen zu Venezia gewechselten Max Ullmann zu werden.  Grüll bekam 30 Prozent der abgegebenen Stimmen, ist nach vier Jahren der erste Salzburger, der die Wahl gewann. 2017 war es der damalige Kapitän Stefan Schwab. Auf Platz zwei kam Innenverteidiger Leo Greiml, derzeit nach einem im Oktober in Hartberg erlittenen Kreuzbandriss außer Gefecht.

In diesen 33 Spielen erzielte Grüll elf Tore, bereitete sechs vor. Zudem schaffte er via Rapid den Sprung in die Nationalmannschaft, steigerte seinen Marktwert auf aktuell 3,5 Millionen Euro. Das muss noch nicht das Ende sein. Grüll steht bei Rapid bis 2024 unter Vertrag. Samstag gilt es für Grüll das zu verhindern, was ihm in seinem ersten Bundesligaspiel in Grün-Weiß passierte: Eine Heimpleite gegen Hartberg. Das 0:2 gegen die Steirer war der Auftakt zu einer Herbstsaison, die nicht ganz nach Wunsch verlief.

In Sachen Geheimhaltung vor dem Cup übertraf Hartbergs Trainer Kurt Russ am Freitag noch Ferdinand Feldhofer, seinen Kollegen bei Rapid. Der untersagte, dass letzten Samstag seine Aufstellung vom unter Ausschluss der Öffentlichkeit  ausgetragenen Test gegen AS Trencin bekannt gegeben wurde. Um Russ keine Hinweise auf seine Pläne zu liefern. Russ erlaubte sozusagen als Retourkutsche dem ORF nur die Beine der Spieler beim Abschlusstraining zu filmen. Damit bei Rapid nicht bekannt wird, welche Spieler nach dem letzte Woche ausgebrochenen Corona-Cluster einsatzfähig sein werden und welche nicht. Das ist garantiert nicht zu toppen.

Seinen ersten Einsatz im Sturm-Dress hat die neue dänischen Stürmerhoffnung Rasmus Höjlund hinter sich. Er spielte Freitag in Catez beim 0:2 (0:1) gegen NS Mura aus Slowenien bis zur Pause. Nicht dabei war Trainer Christian Ilzer, der nach zwei positiven Corona-Test im Betreuerteam zur Vorsicht in die Isolation ging. Sturm hat bisher nur ein Vorbereitungsspiel gewonnen, trifft Samstag im letzten auf den slowenischen Erstligisten Bravo. Sportchef Andreas Schicker nahm alles gelassen: „Ein guter Test auf hohem Niveau, der viele Erkenntnisse gebracht hat.“

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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