Fußball

Nach nur fünf Tagen Beichler war Salzburg sogar völlig anders

Das nennt man Trainereffekt. Nach fünf Tagen mit Daniel Beichler zeigte Tabellenführer Red Bull Salzburg ein völlig anderes Gesicht als in den zwei Runden zuvor, deklassierte den zweiten LASK im Linzer Stadion mit 5:1 (3:1). Die erste Niederlage der Linzer nach zwölf Runden unter dem zurückgekehrten Trainer Didi Kühbauer, seit dem 0:1 in Wolfsberg am 27. September in der achten Runde, zugleich die höchste der Saison. Salzburg erzielte beim ersten Sieg in diesem Jahr erstmals seit August, dem 5:0-Heimsieg gegen GAK in der zweiten Runde, wieder fünf Tore. Was hat Beichler mit der Mannschaft gemacht? „Ich habe ihnen gesagt, sie dürfen nicht träumen, sondern müssen ihre Qualität sichtbar machen. Die haben sie auf den Rasen gebracht!“ Er merkte aber auch an, dass ihm trotz Kantersieg einiges nicht gefiel.

Da sich Jannik Schuster beim Aufwärmen verletzte, bot Beichler die gleiche Elf auf wie Vorgänger Thomas Letsch  eine Runde zuvor beim 1:1 gegen GAK. Aber Salzburg spielte sogar mehr als ein „bissl anders“, was laut Red Bull-Fußballchef Jürgen Klopp der Trainerwechsel bringen sollte, nämlich total anders.  Salzburg war aggressiver und vor allem effektiver. Der erste Torschuss bedeute nach sechs Minuten die Führung, als Kerim Alajbegovic, der einzige Unterschiedsspieler, mit links aus 18 Metern abzog, die Torsperre von Torhüter Lukas Jungwirth nach vier Heimspielen beendete,  Der zweite brachte nach zehn Minuten das 2:0 durch Karim Konate. Wenig später brachte das erste Bundesligator von Sasa Kalajdzic seit der Rückkehr nach Österreich wieder heran, vergab durch Moses Usor die Topchance zum Ausgleich. Doch aus einem Konter stellte Soto Kitano nach Pass von Alajbegovic den Zweitorvorsprung wieder mehr. Zur Wahrheit gehört auch die schwache Tagesform der LASK-Innenverteidiger Xavier Mbuyambu, Alemao Tomich und vor allem Andres Andrade. Der zweite und dritte Treffer schienen zudem haltbar: Wir waren nicht scharf genug“, begründete Kühbauer die Abfuhr. Nach der Pause traf Konate nach einem Eckball per Kopf, sein erster Doppelpack seit dem Kreuzbandriss. Mit der letzten Aktion traf erstmals der eingewechselte ungarische Winterkauf Damir Redzic spektakulär mit links ins lange Kreuzeck.

Salzburg steht damit auch theoretisch fix in der Meisterrunde. Das schaffte auch  Sturm Graz durch den 1:0 (1:0)-Arbeitssieg gegen den Letzte Blau Weiß Linz, durch den der Meister die Wiener Austria und den LASK überholte, mit zwei Punkten Rückstand auf Salzburg Zweiter ist. Das Goldtor fiel durch einen von Belmin Beganovic verwandelten Elfmeter. Erstmals spielte der im Jänner verpflichtete Georgier Gizo Mamagashvili, traf bei 0:0 mit einem Kracher die Latte.

Foto: Red Bull Salzburg.

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