Fußball

Nach sechs Toren in Bern gehören Scheiblehner die Schlagzeilen!

Anders als in Österreichs Bundesliga gibt es in der Schweizer Super League noch keine Winterpause, sogar eine englische Woche vor Weihnachten. In der Gerald Scheiblehner , der Ex-Trainer von Blau Weiß Linz, Mittwoch in die Schlagzeilen kam: Durch einen 6:2 (3:1)-Sieg mit Grasshoppers Zürich im Wankdorf-Stadion beim Titelanwärter Young Boys Bern, der vor seiner höchsten Heimniederlage seit 20 Jahren an dritter Stelle lag und eine Woche davor in der Europa League Lille, den Vierten aus Frankreichs Ligue 1, mit 1:0 bezwang. Damit schockte Scheiblehner unter anderem auch seinen Kollegen bei den Young Boys, Gerard Seoane, der die Saison in der deutschen Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach begonnen hatte. Österreichs Ex-Teamkeeper Heinz Lindner sass bei Young Boys auf der Bank.

Für Scheiblehner ist seine erste Trainerstation im Ausland bisher ein ständiges Auf- und Ab: Der Züricher Traditionsklub wäre letzte Saison fast abgestiegen, nach 18 Runden hat er als Vorletzter sieben Punkte mehr als da Schlusslicht Winterthur. Vier Siege, fünf Unentschieden und neun Niederlagen bedeuten einen Punktschnitt von nur 0,94. Er musste mit schlimmen Auswärtsniederlagen leben (0:5 in St. Gallen, 0:6 in Luzern), wurde im Oktober umjubelt, als Grasshoppers erstmals seit Oktober 2024 ein Derby gegen den FC Zürich gewann. Die „Revanche“ ging 0:1 verloren. Das war die erste von drei 0:1-Pleiten in Folge vor dem Kantersieg in Bern, nach dem Scheiblehner von einer perfekten Spielentwicklung sprach, sich über erfolgreiches hohes Pressing und viele Ballgewinne freute. Apropos Pressing: Keine der anderen elf Mannschaften in der Liga hat so viele Pressingsequenzen wie die Hoppers.

Vom Sportchef, dem ehemaligen Schweizer Teamspieler und Bayern-Legionär Alain Sutter (Bild) spürt Scheiblehner große Rückendeckung. Daher braucht er sich um seinen Job keine Sorgen zu machen. Beim Kantersieg ragte der 23 jährige englische Stürmer Luke Plange hervor: Er kam im Sommer ablösefrei von Crystal Palace, spielte aber dort bei Oliver Glasner keine Rolle. Bei 13 Einsätzen erzielte Plange bisher erst zwei Tore, Mittwoch waren es gleich vier. Eines erzählte auch Bayern-Leihgabe Lovro Zvonarek. Letzte Saiso war der 20 jährige Kroate bei Sturm Graz. Der Wunsch von Scheiblehner nach neuen Spielern im Winter dürfte erfüllt werden. Einen bekam er bereits im Herbst: Seinen Landsmann Max Ullmann, der nach seinem Vertragsende bei Wolfsberg vereinslos war. Der Linksverteidiger wurde auch Rapid angeboten, von Sportchef Markus Katzer abgelehnt. Scheiblehner griff gerne zu. Das letzte Spiel vor Weihnachten hat er Sonntag daheim am Letzigrund gegen den Zweiten St. Gallen,

Fußball in Österreich knapp vor Weihnachten? Das Highlight geht nahe der Schweiz über die Bühne. In Hard am Bodensee der zweite Hallencup der Legenden. Mit dabei sind unter anderem Andi Herzog, Toni Polster, Peter Pacult sowie ehemalige Legionäre des FC Tirol. Angefangen von Kultgoalie Stani Tschertschessow über Horst Hrubesch, Radoslaw Gilewicz bis zur Jerzy Brzeczek.

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