Fußball

Nach vier Jahren wieder im Happel-Stadion: Für Foda fühlte sich das gut an

Erstmals seit dem 29. März 2022 war Franco Foda Samstagabend wieder im Happel-Stadion. Das war damals sein 48. und letztes Match als Österreichs Teamchef, das bedeutungslose 2:2 gegen Schottland, fünf Tage nach dem 1:2 in Cardiff gegen Wales im Kampf um das WM-Ticket. Damit stand fest. Fodas Ära ging nach fünf Jahren zu Ende.  Die Rückkehr in den Prater fühlte sich für den erfolgreichen Kosovo-Teamchef Foda gut an, wie er versicherte. Seine Spieler zeigten sich beim „Pitch walk“ beeindruckt von der großen Arena. Auffällig, wie sich sein Assistent mit Rapid-und Altach-Vergangheit, Atdhe Nuhiu, ständig mit Vedat Muriqi dem Siegstorschützen zum 1:0 gegen Irland, unterhielt. Das hat sicher auch damit zu tun, dass Nuhiu zu aktiven Zeiten auch Torjäger war. Trainiert wurde zu Mittag noch in Pristina. Sie konnten sich überzeugen, dass der Rasenteppich im Prater mehr zulässt als das holprige Terrain in Pristian, auf dem sie Irland hochverdient 1:0 besiegten: „Das hat unser Selbstvertrauen gestärkt!“ Das klang wie eine Kampfansage Fodas an Favorit Österreich und seinen Nachfolger Ralf Rangnick.

Der Sektor für die Auswärtsfans ist diesmal doppelt so groß wie normal. Auch darauf setzt Foda: „Wir haben auswärts gegen die Slowakei, Schweden, Slowenien und Island mit Unterstützung unserer Fans gewonnen, die wird es auch in Wien geben!“ Verteidiger Mergim Vojvoda, künftiger Mitspieler von David Alaba bei Udinese, meinte. „Natürlich hat Österreich mehr Erfahrung, aber wir sind nahe am Ziel, glauben an unsere Chance!“ Nahe am Ziel heißt: Gruppensieger vor Österreich und Aufsteiger: Wir brauchen die gleiche Aggressivität wie beim 1:0 gegen Irland,  das gleiche Selbstvertrauen, wenn wir in Ballbesitz sind. Wir müssen am obersten  Limit sein, wenn wir bestehen wollen!“ . wusste Foda. Und das vermutlich nicht mit dem besten Team. Foda fürchtete, umstellen zu müssen, denn der irische Kampfstil hinterließ Spuren,

Samstagabend saßen die Gegner vom Sonntag vor dem TV-Schirm.  Sahen das 3:2 (1:2) von Weltmeister Spanien gegen England in Wembley.  Damit ist Spanien nach 90 Minuten seit 39 Spielen ungeschlagen.  England gelang es zwar nach dem Blitzer-0:1 von Lamine Yamal zwischen der 36. und 40. Minute mit dem Ausgleich von Barcelona-Star Anthony Gordon und einem abgefälschten Kopfball von Harry Kane das Match zu drehen. Damit kassierte Spanien in vier Minuten ein Tor mehr als bei der ganzen letzten Weltmeisterschaft. Bei 2:1 rutschte Kapitän Kane beim Anlauf zu einem Elfmeter weg, traf die Latte. Spanien schlug durch Alex Baena und Mikel Oyazrbal zurück, führte ab der 74. Minute 3:2, verteidigte den Vorsprung und die Rekordserie.

 

Foto: Yigit Oerme.

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