Fußball

Neue Rolle für Grünwald und fünfte rote Karte bei Austria

Marco Rose blieb bei seinem Mittelweg und sprach nach dem 3:1 (0:1) von Red Bull Salzburg gegen Sturm Graz von einem wichtigen Schritt Richtung Meistertitel, nicht mehr: „Wäre es andersrum ausgegangen, hätte ihr mich gefragt, ob wir die große Flatter kriegen. Speziell, weil ich  vier Tage vorher meinen Wechsel zu Mönchengladbach bekantgab“, meint er er gelassen im „Sky“-Interview. Zur Pause hatte es bei der Grazer Führung noch so ausgesehen, als könnte es anders laufen, der überragende Salzburger Heimrekord in Gefahr sein. Aber dann drehte Salzburg mit drei Toren in 18 Minuten alles um, sorgten für klare Verhältnisse. Mit dem überragenden 18jährigen Ungarn Dominik Szoboszlai, der das 1:1 von Fredrik Gulbrandsen vorbereitete, auch vor dem 2:1 von Munas Dabbur seine Beine im Spiel hatte und das 3:1 selbst erzielte. Damit hat der Titelverteidiger neun Punkte Vorsprung für sieben Runden auf den LASK. Das passierte vorne nichts mehr, Denn beim Zweiten ist Sand im Getriebe: Nur 0:0 gegen St.Pölten, obwohl die Niederösterreicher acht Ausfälle verkraften mussten 56 Minuten lang nach Gelb-Rot für Robert Ljubicic mit zehn Mann spielten, nur zu einem Torschuss kamen. St.Pöltens Tormann Christoph Riegler hielt überragend, sein elftes „zu null“ in dieser Saison fest. Trainer Oliver Glasner las seiner Mannschaft nach Schlusspfiff wild gestikulierend die Leviten: „Wir nehmen in Überzahl zu wenig Risiko, spielen zu viel in Richtung Eckfahne statt zum Tor.“

Aber der zweite Platz ist bei acht Punkten Vorsprung auf den Dritten Wolfsberg nicht in Gefahr. Umkämpft ist in der Meistergruppe nur Rang drei: St.Pölten liegt gleich auf, Sturm nur einen Punkt zurück, Austria weiterhin drei. Violett gekang mit dem 1:1 (1:1) in Wolfsberg den ersten Punkt unter Robert Ibertsberger, der den Interimstrainer aber nicht zufrieden stellt. Er hatte sich für die richtungsweisende Partie etwas  einfallen lassen. Vor allem die neue Rolle für Kapitän Alexander Grünwald (Bild oben) der auch für ihn überraschend erstmals im Abwehrzentrum spielte. Dazu der 19jährige Vesel Demaku neu ins defensive Mittelfeld, ersetzte Christoph Monschein in der Offensive Max Sax. Das Match beherrschte zunächst Referee Dieter Muckenhammer mit zweifelhaften Elfmetern. Zunächst für Austria, dann für Wolfsberg. 1:1 nach 21 Minuten. 17 später spielte die Austria nur noch zu zehnt. Das lag an Bright Edomwonyi, der innerhalb von zweieinhalb Minuten Gelb-Rot sah. Zunächst für Kritik, dann für ein ganz dummes Foul in Nähe der Mittellinie: „Eine dumme Aktion“, nannte es Monschein nach Schlusspfiff. Nicht die erste in diesem Jahr. Sondern die fünfte unnötige rote Karte. Und alle für Legionäre.

Es begann mit der Cupblamage, dem 1:2 beim GAK, mit Ausschlüssen für den inzwischen nach Brasilien heimgekehrten Ewandro und den Australier James Jeggo. Ging weiter beim 4:2 gegen Hartberg mit Rot für Igor. Da gelang es dezimiert das Match zu drehen.  Setzte sich im ersten Speil unter Ibertsberger mit Rot für Cristian Cuervas beim 0:1 in Graz gegen Sturm und in Wolfsberg mit Edomwonyi: „Undiszipliniertheiten, die man nicht tolerieren kann, deutlich angesprochen und abgestellt werden müssen“, meinte Ibertsberger. Dezimiert gelang es zwar Wolfsberg in Schach zu halten, die vierte Niederlage hintereinander gegen die Kärntner zu verhindern, nicht mehr. Aber die Austria braucht Siege.

Grünwald gewann zwar 67 Prozent seiner Zweikämpfe, aber seine kreativen Fähigkeiten sind in neuer Rolle verschenkt. Die braucht Austria in der Offensive dringender. Um endlich zu gewinnen. Sonst ist die Qualifikation für den Europacup nicht zu schaffen. Also müssen am Ostersonntag in der Generali Arena erstmals in dieser Saison drei Punkte gegen den LASK her. Vielleicht hilft, dass bei den Linzern mit Kapitän Gernot Trauner und Philipp Wiesinger zwei Innenverteidiger gesperrt sind.

 

 

 

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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