Das ist die beste Meldung für Österreichs Eishockey seit dem erstmaligen Aufstieg ins WM-Viertelfinale vor einem Jahr: Roger Bader bleibt noch zwei weitere Jahre Teamchef. Die Ära des 61-jährigen Schweizers begann vor zehn Jahren. 2018 gelang in Kopenhagen der Aufstieg in die „Top Division“ der Weltmeisterschaft, fünfmal gelang der Klassenerhalt. Nur einmal musste Österreich wieder absteigen. Seit vier Jahren blieb Österreich immer erstklassig, kam letztes Jahr unter die letzten acht: „Österreichs Eishockey hat in den letzten zehn Jahren einen großen Sprung gemacht“, meinte Bader, „diese Entwicklung möchte ich weiterführen!“ Das Topziel ist neben dem Klassenerhalt bei der Weltmeisterschaft (im Mai in Zürich gegen Olympiasieger USA, Schweiz, Finnland, Deutschland, Lettland, Ungarn und Großbritannien) sicher die Qualifikation für Olympia 2030 im Sommer 2028. Sollte die gelingen, würde sich der Vertrag automatisch verlängern. Im Kampf um das Olympiaticket für Italien war Österreich in Bratislava an der Slowakei gescheitert. Die kam in Mailand bis ins Semifinale.
Bader arbeitet sehr gerne mit der Mannschaft. Das hat sich über die Jahre total positiv entwickelt. Das dürfte für ihn der Hauptgrund gewesen sein, die Tätigkeit zu prolongieren. Womit der Schweizer langsam, aber sicher reif für eine Tapferkeitsmedaille ist. Denn das Verbandspräsidium mit Präsident Klaus Hartmann an der Spitze sonnt sich gerne im Erfolg der Nationalmannschaft, kann aber mit deren Niveau nicht mithalten Bisher gelang es noch immer nicht, einen Sponsor zu finden, obwohl das Eishockeyteam 2025 zur Mannschaft des Jahres gewählt wurde. Kein Ruhmesblatt für den neuen Geschäftsführer des Verbands, Alexander Helwig, der schon ein halbes Jahr im Amt ist.
Auch als Kämpfer gegen die wahre Flut von vielen drittklassigen Legionären bei den österreichischen Klubs der ICE League ist Bader ungemein wichtig, auch wenn das der Chefetage der Liga nicht gefällt. Er setzte mitunter Talente schon in der Nationalmannschaft ein, bevor sie bei den Klubs zum Zug kamen. Die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft startet Anfang April. Es gibt, wie bei Bader gewohnt, hochkarätige Gegner: Zunächst zweimal in Riga gegen Lettland, dann beim ersten Länderspiel seit langem in Feldkirch gegen Italien, in Wien und Iglau gegen Tschechien, in Zell am See und Garmisch gegen Deutschland, zum Abschluss in Klagenfurt gegen Slowenien.
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