Mit einem starken Statement beendeten die Vienna Capitals am Sonntag in Klagenfurt den Grunddurchgang der ICE League: Der erste Sieg gegen den KAC seit 15. März 2022, nach zwölf Niederlagen, das 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1;0) nach Verlängerung, sicherte nicht nur Rang sieben und das Heimrecht für die am Mittwoch beginnenden Pre-Play-offs, sondern sorgte als Nebengeräusch auch noch für einen Führungswechsel. Durch die Niederlage gegen die Capitals beendete nicht der KAC als Erster, sondern die Graz 99ers, die in Linz die Black Wings 3:1 besiegten. Graz und der KAC sind für die Champions League qualifiziert. Als Gegner für die Pre-Play-offs wählten die Capitals das Ex-Team von Head Coach Kevin Constantine, Fehervar, das Sonntag mit dem 3:2 nach Verlängerung im dramatischen ungarischen Duell gegen Ferencvaros Platz zehn eroberte. Die Capitals wählten Fehervar, obwohl sie letztes Jahr, allerdings in ganz anderer Besetzung, in den Pre-Playoffs, an dieser Mannschaft scheiterten. In dieser Saison konnten aber drei von vier Duellen gewonnen werden, zuletzt am Freitag auf eigenem Eis nach Penaltyschießen. Nur fünf Tage später kommt es zum nächsten Duell. Sicher wieder vor vollen Tribünen in der Steffl-Arena. Zu den starken Statements der Capitals gehörte auch der Zuschauerschnitt von 5125 in den bisherigen Heimspielen. Nicht nur der beste der Liga, sondern auch der beste der Klubgeschichte.
In Klagenfurt erzielte Senna Peeters gegen seinen Ex-Klub den Ausgleich zum 2:2, das Siegestor gelang nach 69 Sekunden der Verlängerung Verteidiger Randy Gazzola. Trotz des merkbaren Aufschwungs der letzten Wochen entschloss sich Sportchef Christian Dolzeal wegen der angespannten Personalsituation, die Kader mit zwei Vorarlbergern zu verstärken, für die mit den Pioneers Vorarlberg die Saison bereits beendet ist. Es kommt der 33-jährige Stürmer Kevin Macierzynski, der 640 Ligaspiele bestritt, in dieser Saison zwölf Tore, das ist ein persönlicher Rekord, erzielte und zehn Assists leistete. Außer dem Pioneers-Kapitän spielt Mittwoch auch der 29 jährige Verteidiger Ramon Schnetzer erstmals für die Capitals. Er gewann vor sieben Jahren mit dem KAC die Finalserie gegen die Capitals, absolvierte diese Saison mit 18 Scorerpunkten, vier Toren und 14 Assists, den offensiv produktivsten Grunddurchgang seiner Karriere. Vor einem Jahr wechselte er für die Play-offs nach Graz, diesmal nach Wien. Schnetzer absolvierte 69 Länderspiele, bestritt bei der letzten Weltmeisterschaft alle acht Partien bis zum Viertelfinale.
Was für die Capitals für die Spiele gegen Fehervar Hoffnung macht: Beide Torhüter sind gut in Form. Das zeigte Evan Cawley Sonntag in Klagenfurt, zwei Tage zuvor Sebastian Wraneschitz beim letzten Sieg gegen die Ungarn. Deren Nummer eins der Finne Rasmus Reijola ist. Sollte es ein drittes Match um den Aufstieg ins Viertelfinale geben, würde es Sonntag in Kagran über die Bühne gehen. Die zweite Paarung im Pre-Play-off heißt Villach gegen Linzer Black Wings.
Foto: Pioneers Voralberg.