Der derzeit verletzte Kevin Danso bekommt bei Tottenham einen neuen Trainer. Bereits den Dritten nach Ange Postecoglu und Thomas Frank, seit er im Winter 2025 von Lens zu dem Londoner Traditionsklubs gewechselt war. Die 1:2-Heimniederlage gegen Newcastle kostete dem zu Saisonbeginn von Brentford geholten Thomas Frank nach nur sieben Monaten den Job. Nach nur vier Unentschieden in acht Runden, dem Rückfall auf Platz 16 in der Premier League, nur fünf Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt, sahen die Klubbesitzer von der ENIC Group Handlungsbedarf. Da half Frank auch der direkte Aufstieg ins Achtelfinale der Champions League nicht mehr. Tottenham hat einen Kader mit dem Marktwert von 877 Millionen Euro, dem neunthöchsten auf der Welt. Da muss mehr herausschauen.
Tottenham liegt in der Tabelle sechs Punkte hinter Crystal Palace, dem Klub von Oliver Glasner. Der Name des Oberösterreichers fiel seit Wochen bei Spekulationen um einen möglichen Nachfolger von Frank am häufigsten. Das verstärkte sich durch die Entlassung des Dänen. Glasner ist der heißeste Tipp auf den Trainerjob bei Tottenham, allerdings will er den Vertrag bei Crystal Palace bis Saisonende erfüllen, nach dem FA-Cup auch die Conference Lague gewinnen, erst danach vom Süden in den Norden von London übersiedeln. Ob Tottenham einen Trainer in der prekären Lage nur bis Saisonende interimistisch bestellt und auf Glasner wartet? Das ist die entscheidende Frage. Seit Dienstag ist auch der Italiener Roberto De Zerbi am Markt. Er wurde bei Olympique Marseille nach dem 0:5-Debakel bei Paris St. Germain entlassen, zudem war Marseille nach der Ligaphase aus der Champions League ausgeschieden. De Zerbi hat in England nach zwei Jahren bei Brighton von 2022 bis 2024 einen guten Ruf.
Glasner selbst erlebte Mittwochabend im Selhurst Park gegen den Vorletzten Burnley mit dem 2:3 (2:3) eine unerwartete Enttäuschung. Nach 33 Minuten führte Crystal Palace durch einen Doppelpack des Rekordkauf Jörgen Strand Larsen 2:0, kassierte aber zwischen der 40. und der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte drei Treffer. Der dritte war ein Eigentor von Innenverteidiger Jefferson Larma. Nach der Pause gelang nicht die Wende. Am Wochenende hat Crystal Palace nach dem Scheitern als Titlverteidiger im FA-Cup eine Pause.
Foto: Crystal Palace.