Ein Vertragspoker bei Bayern München folgt auf den anderen. Beide gehen um Ex-Salzburger: Der um Abwehrchef Dayot Upamecano ist nach Monaten offiziell beendet. Der 27-jährige Upamecano, 2021 von Bayern um 42 Millionen von RB Leipzig geholt, unterschrieb bis 2030, man spricht von 20 Millionen brutto, die er pro Saison kassieren soll, dazu kam ein üppiges Handgeld. Aber jetzt scheint es Probleme mit der Verlängerung von Konrad Laimer zu geben, die Verhandlungen stocken. Bayerns Sportchef Christoph Freund, der Laimer seit gemeinsamen Salzburg-Zeiten gut kennt, macht daraus kein Drama: „Der Vertrag läuft noch eineinhalb Jahre, es gibt keinen Druck!“
Der Fixstarter in Österreichs WM-Team kam 2023 ablösefrei von Leipzig, hat mit seinen Beratern von der Roof-Agentur, deren Klient Serge Gnabry im Jänner bei Bayern bis 2028 verlängerte, gute Argumente: Er gilt inzwischen als einer der besten Rechtsverteidiger in Europa, kann auch links oder im Mittelfeld eingesetzt werden, steigerte seinen Marktwert auf inzwischen 32 Millionen Euro. Bayern-Insider wollen wissen, dass ihm ein Fixgehalt zwischen acht und neun Millionen bieten soll, also deutlich weniger als Upamecano. Laimers Wünsche liegen bei 15, da gibt es also eine Differenz von sechs Millionen: „Geld ist nicht der entscheidende Faktor“, behauptete Laimer, der sich wie immer auf sein Bauchgefühl verlassen will: „Es kommt darauf an, wie mit geredet und umgegangen wird, wie ich mich wertgeschätzt fühle!“ Die spanische Zeitung „El Mundo Deportivo“ glaubt, dass Laimer inzwischen auch in den Überlegungen von Real Madrid eine Rolle spielt.
Samstag gastiert Laimer mit Bayern bei Werder Bremen und seinen Landsleuten Romano Schmid, Marco Friedl und Marco Grüll, die Punktzuwachs im Abstiegskampf dringend nötig haben. Bayern braucht aber einen Sieg, um den Sechspunktevorsprung auf den Zweiten Borussia Dortmund zu halten. Der fertigte Freitag Mainz nach drei Kopftoren in der ersten Hälfte 4:0 (3:0) ab, Marcel Sabitzer kam nach der Wadenverletzung ab der 73. Minute zum ersten Kurzeinsatz, Carney Chukwuemeka, den manche schon etwas voreilig als Verstärkung für Österreichs Team feiern, wurde zehn Minuten vorher eingewechselt. Bei den Verlierern spielte Stefan Posch durch, Philipp Mwene in der letzten haben Stunde. Hinter Bayern und Leipzig kämpfen Hoffenheim, Leipzig, Stuttgart und Leverkusen um zwei Champions League-Plätze. Der Sensationsdritte Hoffenheim empfängt mit Alexander Prass Freiburg, die Mannschaft von Christian Ilzer ist seit neun Pflichtspielen gegen Freiburg sieglos. Leipzig spielt Sonntag daheim gegen Wolfsburg, für Christoph Baumgartner, Nicolas Seiwald und Xaver Schlager gab es Druck durch die Forderung von Red Bull-Boss Oliver Mintzlaff: „Ich will in die Champions League!“