Fußball

Nur ein Frust-Punkt für Bayern und Hoffenheim

Vom Spitzentrio der deutschen Bundesliga gewann Samstag nur der Zweite Borussia Dortmund mit Marcel Sabitzer daheim vor 81.000 Zuschauern gegen Augsburg 2:0 (1:0). Michael Gregoritsch wurde bei den Verlierern in der 68. Minute eingewechselt, Carbey Chukwuemeka, der Montag vermutlich erstmals zu Österreichs Teamkader gehören wird, bei den Siegern erst in der 86. Minute. Tabellenführer Bayern München und der Sensationsdritte Hoffenheim mussten sich mit je einem Frust-Punkt begnügen: Bayern nach dem 1:1 (0:1) im Duell der Champions-League-Achtelfinalisten bei Leverkusen, Hoffenheim daheim nach dem 1:1 (0:0) gegen den Vorletzten Wolfsburg.

Bayern bot Konrad Laimer (Bild) wieder als Linksverteidiger auf, musste bald einem Rückstand nachlaufen: Tore von Jonathan Tah und des nach 61 Minuten eingewechselten Harry Kane wurden wegen Hands aberkannt, zudem gab es zwei rote Karten. Die zeigte Schiedsrichter Christian Dingert vor der Pause zu Recht Stürmer Nicolas Jackson für ein Brutalofoul, im Finish zu Unrecht Luis Diaz, dem Schützen des Ausgleichstors, wegen einer angeblichen Schwalbe. Dingert gab nach Schlusspfiff zu, dass die zweite gelbe Karte für Diaz eine Fehlentscheidung war. Trainer Vincent Kompany sah wegen ständigen Reklamierens Gelb. Er lobte die tolle Moral. Gratuliert wurde danach auch dem 37 jährigen Tormann Sven Ulreich für seine solide Leistung beim Comeback nach 539 Tagen, in denen er schwere Zeiten durchmachte. Er musste den Tod seines sechsjährigen Sohnes verkraften.

Geärgert hat sich auch Hoffenheims Trainer über den Schiedsrichter. Christian Ilzer sprach von einem glasklaren Elfmeter, der seiner Mannschaft vorenthalten wurde. Aber der Steirer gab auch zu: „Wir haben es verpasst, bei unserem dominanten Auftritt mit knapp 20 Eckbällen in Führung zu gehen!“ Gegen den Spielverlauf geriet Hoffenheim kurz nach der Auswechslung von Alexander Prass in der 66. Minute nach einem Eckball in Rückstand, konnte im Finish durch ein Kopftor von Joker Sascha Prömel nur noch einen Punkt retten. Zwei Minuten zuvor schickte Wolfsburgs neuer Trainer Dieter Hecking Patrick Wimmer erstmals nach seiner Verletzungspause auf den Rasen.

Bayern hat statt elf nur noch neun Punkte Vorsprung auf Dortmund, was locker zu verkraften ist. Hoffenheim  hat als Dritter  weiter fünf Punkte mehr als der Sechste Leverkusen, der Vierte VfB Stuttgart und der Fünfte RB Leipzig nehmen sich Sonntagabend im direkten Duell die Punkte weg. Nächsten Freitag muss Hoffenheim allerdings nach Leipzig. Trotz der liegen gelassenen zwei Punkte blieb Ilzer gelassen: „Wir sind auf einem guten Weg, auf dem wir weitermachen!“

Foto: FC Bayern.

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