Fußball

Historischer Sieg durch das erste Tor in der Meisterrunde: Rapid auf Europacupplatz

Ausgerechnet der aus Kuchl bei Salzburg stammende Rapid-Kapitän Matthias Seidl sorgte mit dem ersten Tor in dieser Meisterrunde nach 159 Minuten für das zweite 1:0 (0:0) gegen Red Bull Salzburg innerhbal einer Woche, das auch Geschichte schrieb: Es war der erste Rapid-Sieg in Salzburg seit 1. August 2015, als in der Trainerära von Zoran Barisic der Grieche Thanos Petsos und Stefan Schwab die Tore zum 2:1 erzielten, bei Salzburg Martin Hinteregger, Naby Keita und Konrad Laimer spielten. Ausgerechnet Seidl auch deshalb, weil er bei Rapids letzter Niederlage in Salzburg, dem 1:2 am 5. Oktober, bei der Grün-Weiß eine bessere Leistung als beim Sieg bot, einen Elfmeter vergab. Sonntag verwandelte er nach 69 Minuten einen Freistoß, den Salzburgs Karim Konate unhaltbar für Tormann Alexander Schlager abfälschte. Konate vergab vor der Pause in einer Aktion zweimal die Chance, Salzburg in Führung zu bringen. Am Ende stand Salzburgs viertes Spiel hintereinander ohne Sieg und erzieltes Tor, dreimal passierte das daheim. Für Trainer Danie Beichler eine „Mega-Enttäuschung“. Vier Spiele hintereinander ohne Tor gab es in Salzburg Red Bull-Ära zuvor nie.

Im Vergleich zum Heimsieg Rapids gab es Umstellungen. Beichler brachte neu Konate und den 19 jährigen  Mittelfeldspieler Oliver Lukic in die Startelf, Hoff Thorup Rechtsverteidiger Bendegüz Bolla, Jakob Schöller als Innenverteidiger statt Kouadio Ahoussou und den gesperrt gewesenen Romeo Amane etwas überraschend statt Janis Antiste, der in Hütteldorf den entscheidenden Treffer erzielt hatte. Diesmal lockte das Duell nur 9917 Zuschauer ins Stadion, nur der Sektor der Gästefans war voll. Salzburg war nie so dominant wie eine Woche zuvor, Rapid hielt besser dagegen. Hatte nach der Pause seine beste Zeit. In Erinnerung blieb auch eine Premiere: Nenad Cvetkovic spielt zu Beginn der zweiten Hälfte im Dress von Serge-Philippe Raux Yao, der Franzose in dem von Cvetkovic. Schiedsrichter Markus Hameter machte die Abwehrspieler auf den Irrtum aufmerksam, befahl den Dressenwechsel.

Entscheidend für Rapid Sieg war auch die Einwechslung von Petter Dahl statt des verletzten Lukas Grgic nach 52 Minuten. Der Norweger holt den Freistoß heraus, der zum Sieg führte. Nach einem Pass von Raux Yao lief er Salzburgs Innenverteidiger Joanne Gadou davon, der ihn knapp vor dem Strafraum niederriss, daher die rote Karte bekam. Zum Vater des Sieges avancierte auch Tormann Niklas Hedl mit einer Superreaktion bei einem Kopfball von Jannik Schuster in der vierten Minute der Nachspielzeit. Beim Nachschuss jagte der Ex-Austrainer Frans Krätzig den Ball weit über das Tor. Salzburg war bedient: „Mit der Leistung bin ich nicht zufrieden. Wir waren ncht griffig genug, nach Balleroberung zu unentschlossen, hatten zu wenig Zugriff“, fand Beichler, „wir müssen uns die Dinge jetzt brutal erarbeiten!“

Für Rapd war alles in Ordnung. Mit dem Sieg gelang es, Salzburg zu überholen, als Dritter hinter Sturm Graz und dem LASK auf einen Europacupplatz zu kommen.  Eine angenehme Momentaufnahme. „Wir waren defensiv solide und viel besser mit dem Ball. Die Spieler verfolgten genau den Matchplan!“ behauptete Thorup. Siegestorschütze Seidl sah eine Steigerung: „Wir haben viel mehr versucht, zu speien, uns mehr zugetraut!“ Andreas Weimann sprach vom besten Spiel, seit er bei Rapid ist. Nächste Runde kommt der zweite LASK mit Didi Kühbauer nach Hütteldorf.

 

Foto: Yigit Oerme.

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