Eishockey

Man of the match – aber dennoch ist Wraneschitz weg!

Großer Kaderwechsel nach der ersten  Woche der Vorbereitung des Eishockeyteams auf die Weltmeisterschaft in Zürich mit den respektablen Leistungen  beim 4:3 und 0:1 gegen Lettland vor 9000 Zuschauern in Riga: Zwölf Neue kamen für die kommende Woche in Feldkirch mit dem Spiel gegen Italien am Donnerstag dazu.  Unter ihnen  von EC Salzburg je zwei Torhüter (Ante Tovanen, David Kickert) und Stürmer (Peter Schneider, Mario Huber), vom KAC die Verteidiger David Maier, der nächste Saison bei den Graz 99ers spielen wird, Thimo Nickl und Clemens Unterweger sowie die Stürmer Finn van Ee und  Simon Schwinger oder Schweiz-Legionär Dominic Zwerger, der in seiner Vorarlberger Heimat das 100. Länderspiel  bestreiten wird.  Weiter dabei sind die Youngsters aus der US-College-League und Schweden, Verteidiger Thomas Klassek, FlügeI Ian Scherzer, der vorerst als Center eingesetzt wird, und Johannes Neumann. Teamchef Roger Bader kündigte an, dass es nach Feldkirch für die dritte Vorbereitungswoche in Wien mit dem Match gegen Tschechien keine großen Änderungen mehr geben wird.

Beim zweiten Match in Riga wurden auch Verlängerung und Penaltyschießen „geprobt“. Da ließ Bader auch die 17 jährigen Stürmer Paul Sintschnig und Jonathan Oschgan ran, die in Feldkirch nicht mehr dabei sind: „Von der Leistung her hätten sie es verdient, dabei zu bleiben“, meinte Bader, „aber sie sind für die Unter 18-WM fest eingeplant!“ Von der Leitung her hätte es sich auch Goalie Sebastian Wraneschitz verdient. Er wurde beim 0:1 zum „man of the match“ gewählt. Nach eineinhalbjähriger Teampause war das sechste Länderspiel des 24 jährigen sicher das beste. Auch für Bader. Dennoch fehlt Wraneschitz im neuen Kader, wird auch bei der WM nicht dabei sein. Bader setzt lieber auf das Trio Anti Tolvanen, David Kickert und Jakob Vorauer, argumentierte gegenüber Wraneschitz mit mehr Erfahrung der Goalies von Salzburg und des KAC: „Ich verstehe seine Enttäuschung, aber er ist der jüngste und auch der kleinste!“ Vorauer ist mit 1,90 Meter acht Zentimeter größer als Wraneschitz.: „Seine Zeit wird sicher kommen“, prophezeite Bader. Speziell wenn die Vienna Capitals, wie geplant, für die kommende Saison keinen ausländischen Tormann holen und auf Wraneschitz als Nummer eins setzen.

Foto: Vienna Capitals/Manfred Szieber.

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