Fußball

Nur Kara traf: Auch vor 7500 Fans fehlte Rapid die Effizienz

3500 Zuschauer sahen vergangene Saison im letzten Spiel Rapids 3:0 gegen den LASK. Mehr durften damals nicht ins Allianz-Stadion. Samstag beim Test gegen den 13fachen dänischen Meister FC Kopenhagen gab es erstmals seit 1. März 2020 keine Beschränkungen bezüglich Besuchern. Daher kamen 7500 grün-weiße Anhänger, war der Fansektor nach 16 Monaten erstmals wieder besetzt. Von dem sich die 21 eingesetzten Rapid-Spieler nach dem 1:0 (0:0) gebührend verabschiedeten. Punkto Zuschauer gewann Rapid das Fernduell gegen Sturm Graz um rund 3500. Denn in Graz sahen Donnerstag 4000 das 1:1 (0:1) gegen den serbischen Meister Roter Stern Belgrad, bei dem Aleksandar Dragovic, Österreichs bester Spieler bei der Europameisterschaft, vor der Pause sein Debüt feierte.

Bei Rapid präsentierte sich vier Neue erstmals in Hütteldorf: Von Beginn an Kevin Wimmer, Robert Ljubicic und Marco Grüll, in den letzten 17 Minuten Linksverteidiger Jonas Auer. Am auffälligsten agierte Ljubicic im zentralen Mittelfeld. Starke Szenen, viele Ballgewinne, kluge Passes, irgendwie auf den Spuren seines älteren Bruders, des zum 1.FC Köln gewechselten Dejan. Freitag in der ersten Cuprunde gegen die Wiener Viktoria ist er ebenso gesperrt wie in den ersten vier Runden, aber in der Qualifikation zur Champions League gegen Sparta Prag darf er spielen. Und das ist offenbar auch der  Plan von Trainer Didi Kühbauer, der ihn schon aus einer kurzen, aber erfolgreichen gemeinsamen St.Pölten-Zeit gut kennt und daher richtig einschätzen kann. Wimmer agierte solid, hat sicher noch Luft nach oben, war sicher auch ein guter Transfer. Mit Grüll über links und Kelvin Arase über rechts hätte Rapid  eine schnelle Flügelzange. Nur sollte es gelingen, deren Tempo besser ins Spiel zu bringen als gegen die Dänen, bei denen mit Rechtsverteidiger Peter Ankersen ein ehemaliger Legionär von Red Bull Salzburg Kapitän war. Grüll braucht sicher eine Eingewöhnungszeit. Bei Rapid hat er nicht so viel Raum wie zuvor in Ried, um seine Schnelligkeit nützen zu können.

Tormann Richard Strebinger war der einzige, der über die komplette Distanz spielte. Er bekam nur drei Schüsse zu halten, zwei davon in der Nachspielzeit. Wenn Rapid im 4-2-3-1 agiert, dürften  Max Hofmann und Wimmer die erste Wahl im Abwehrzentrum sein, Taxiarchis Fountas hinter der einzigen Spitze Kara agieren. Was gegen Kopenhagen zu wünschen übrig ließ, sollte sich zehn Tage später gegen Sparta Prag an gleicher Stelle nicht wiederholen: Die mangelnde Effizienz trotz Rückhalt von den Tribünen. Rapid beherrschte das Spiel, machte aber zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Sowohl was die Chancenverwertung betrifft als auch die Konter, sogar in numerischer Überlegenheit. Der letzte Pass, mit dem Sitzer hätten herausspielen können, misslang zu oft, nahm das Tempo heraus. Dass von Ercan Kara die größte Torgefahr ausgeht, ist keine Neuigkeit. Er scheiterte bei der ersten Chance nach sechs Minuten mit einem gekonnten Fersler am polnischen Tormann der Dänen, Kamil Grabara, erzielte den einzigen Treffer. Per Kopf nach einer perfekten Flanke von Filip Stokjovic ins Tor vor der Fantribüne.

Kühbauer begann nach einer Stunde zu tauschen, als Christoph Knasmüllner für Fountas kam. Nach 70 Minuten war das Match für Hofmann, Grüll und Arase vorbei, nach 76 für Ullmann, nach 85 für Stojkovic, Wimmer und Kara. Bemerkenswert, was Kühbauer, dem letzte Saison oft vorgehaltne wurde, Yusuf Demir zu wenig Spielzeit gegeben zu haben, zu dessen Wechsel zum FC Barcelona sagte: „Er hat sich das in den Kopf gesetzt, da kann und soll man Reisende nicht aufhalten!“ Er ließ aber durchblicken, dass Demir diese Saison gesetzt gewesen wäre, was eigentlich so nicht wirklich zu erwarten war.

Meister Red Bull Salzburg kam gegen den Zweiten aus Polen, Rakow Cszetochowa, in einem besonderen Test über 120 Minuten ( 2 x 45 und einmal 30) nach einem 0:2 zur Pause zu einem 2:2. Karim Adeyemi und Rechtsverteidiger Kilian Ludewig sorgten für die Tore zum Ausgleich. Trainer Mattthias Jaissle setzte 23 Spieler ein, fand die gelungene Aufholjagd positiv.. Im Abwehrzentrum begannen Italien-Rückkehrer Jerome Onguene und Max Wöber, im Angriff Adeyemi und Noah Okafor. Die Spieler, die bei der EM waren, der polnische Innenverteidiger Kamil Piatkowski und Kapitöän Andreas Ulmer, steigen erst kommende Woche ins Training ein. Der LASK bezwang den deutschen Zweitligisten Heidenheim in Pasching 1:0/0:0). Das Tor fiel durch einen von Peter Michorl verwandelten Elfmeter, der durch ein Foul an Husein Balic zustande kam.

 

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