Fußball

Nur Ried schaffte Rettung! WSG Tirol braucht nach 0:4 noch einen Punkt

Aufsteiger Ried spielt auch kommende Saison in der Bundesliga. Das 2:0 (1:0) im Oberösterreich-Derby gegen Blau Weiß Linz bedeutet zwei Runden vor Schluss nicht nur den Klassenerhalt, sondern hielt auch die Chancen auf einen Europacupplatz am Leben. Für Ried entschied die größere Effizienz. Beim offenen, spannenden Schlagabtausch in der ersten Hälfte fehlten den Blau-Weiß-Torjägern Ronivaldo und Shon Weissman nicht viel zum Führungstreffer, den nach 29 Minuten Ante Bajic (Bild), der zuvor einmal Aluminium traf, erzielte. In der zweiten Hälfte gab es nur noch einen gefährlichen Ronivaldo-Schuss, ansonst kam Andreeas Leitner, Rieds Kapitän im Tor, nicht mehr in Gefahr. Die endgültige Entscheidung brachte im Finish ein Elfmeter nach einem Foul am Kopfballriesen Niki Havenaar. Kingsley Mutandwa verwandelte den Elfmeter. Mit 14 Treffern ist die Sambia-Perle gemeinsam mit Sturms Otar Kiteishvili derzeit der beste Torschütze in der Bundesliga. „Es war ein Kraftakt und gleichzeitig auch ein Hunger auf die kommenden Wochen“, meinte Trainer Maximilian Senft und sprach von „ganz viel Freude und Stolz für alle, die mitgewirkt haben!“

Ein Schritt zur Rettung gelang dem GAK vor 7000 Zuschauern mit dem zweiten Kantersieg gegen WSG Tirol in der Qualifikationsgruppe. Auf das 5:1 von Innsbruck im März folgte Samstag  ein 4:0 (2:0). Der dreifache Torschütze am Tivoli, der australische Teamspieler Jacob Italiano, brachte den GAK nach 32 Minuten mit der ersten torgefährlichen Aktion in Führung. Alle vier Treffer, die Italiano in dieser Saison gelangen, erzielte er gegen WSG Tirol.  Vor der GAK-Führung waren die Tiroler die bessere Mannschaft, die einem Tor weit näher war. Der zweite GAK-Torschuss in der ersten Hälfte bedeutete knapp vor der Pause das 2:0 durch Mark Grosse, der nach acht Minuten der zweiten Hälfte für das 3:0 sorgte. Danach fielen die Tiroler auseinander. Trainer Philipp Semlic tauschte die Spieler, die bei einer gelben Karte im nächsten Spiel gesperrt gewesen wären (Matthäus Taferner, Nikolai Baden-Fredriksen) zur Vorsicht aus. Denn nächsten Samstag kann sich WSG Tirol daheim gegen Blau-Weiß schon mit einem Unentschieden retten. Dem GAK kann dies daheim gegen Altach gelingen.

Wolfsberg-Trainer Thomas Silberberger verfolgte das Debakel seines Ex-Klubs in Graz von der Tribüne aus. Wolfsberg kann am Montag mit einem Sieg in Altach die rote Laterne wieder an Blau-Weiß Linz abgeben und den Vorarlbergern Abstiegssorgen bereiten. Blau-Weiß-Trainer Michael Köllner hielt das wegen der 120 kräftezehrenden Minuten Altachs im verlorenen Cupfinale am Freitag in Klagenfurt für möglich: „Danach gab es noch eine strapaziöse Rückfahrt, gefühlt quer durch Europa!“ Im Aufstiegskampf der zweiten Liga half das torlose Niederösterreich-Derby zwischen St. Pölten und Admira/Wacker in erster Linie Austria Lustenau, wenn Sonntag ein Sieg im Vorarlberg-Duell gegen Schwarz-Weiß Bregenz gelingt. Dann wäre der Floridsdorfer AC nach dem 5:0 bei den Young Violets der Austria vor den letzten zwei Runden zwei Punkte hinter Tabellenführer Lustenau, Zweiter, hat aber ein Spiel mehr.

Foto: Gepa/Admiral.

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