Rückschlag für Hoffenheim im Kampf um einen Champions-League-Platz, an dem die Mannschaft von Sportchef Andreas Schicker und Trainer Christian Ilzer selbst schuld war: Sie führte gegen den VfB Stuttgart nach 49 Minuten 3:1, bei 3:2 wurde Stuttgarts Kapitän Atakan Karazor in der 69. Minute nach einem Tritt gegen den Ex-Austrianer Fisnik Asllani die rote Karte. Gegen zehn Stuttgarter verschenkte Hoffenheim viele Konterchancen, traf zweimal die Stange und kassierte in der 95. Minute den Ausgleich durch Stuttgarts Joker aus Portugal, Tiago Tomas. Bei den ersten zwei Stuttgarter Toren sah Hoffenheims Keeper Oliver Baumann, die Nummer eins im deutschen Team, nicht gut aus: „Bis zur roten Karte war es eine Topleistung von uns“, meint Izer, „danach haben wir leider geglaubt, dass nichts mehr passieren kann“. Ab der 86. Minut war auch Alexander Prass im Einsatz. Durch den verschenkten Sieg blieb Hoffenheim punktgleich mit Stuttgart, wurde von Leverkusen überholt, ist statt Vierter nur noch Sechster. Leverkusen schlug RB Leipzig mit den Österreichern Christoph Baumgartner, Xaver Schlager und Nicolas Seiwald 4:1 (2:0), der Tscheche Patrik Schick schoss drei Tore für die Sieger. Leipzigs Tor erzielte Baumgartner per Kopf zum 3:1, es war sein 13. Saisontreffer Herausragend bei Leiozig war auch der 20-jährige Mittelfeldspieler Ibrahim Maza von Österreichs WM-Gegner Algerien. Er entschied das „Vorspiel“ zum WM-Duell gegen das österreichische Trio für sich. „Wir waren nicht aggressiv genug“, gab Baumgartner zu.
Leipzig blieb Dritter, je vier Punkte vor Leverkusen, Stuttgart und Hoffenheim. „Wir bleiben ready“ , versicherte Ilzer vor den letzten zwei Runden, in denen Hoffenheim daheim auf Werder Bremen und auswärts auf Mönchengladbach trifft. Werder Bremen verpasste Samstag mit der 1:3 (0:2)-Heimniederlage gegen Augsburg die Rettung. Romano Schmid schoss Bremens Tor, Marco Friedl sah beim 0:1 und 0:2 nicht gut aus. Augsburgs Führung fiel nach einem Pass von Michel Gregoritsch. „Müde und behäbig“, nannt Schmid selbstkritisch Bremens Leistung. Joker Marco Grüll traf in letzter Minute die Latte.
Meister Bayern München verhinderte gegen den Letzten Heidenheim erst in der 100. Minute eine blamable Heimniederlage. Dann traf Michael Olise (Bild) via Stange und dem Rücken von Heidenheims Tormann Diamant Ramaj zum 3:3. (1:2). Zwischen den Semifinalspielen in der Champions League gegen Paris St. Germain ließ Trainer Vincent Kompany von der Stammbesetzung nur Jonathan Tah, Josip Stanisic, Aleksandar Pavlovic, Jamal Musiala und Konrad Laimer beginnen. Den Salzburger zunächst in einer offensiven Mittelfeldrolle, in der zweiten Hälfte wieder als Rechtsverteidiger. Zur zweiten Hälfte wechselte Komapnay Harry Kane, Luis Diaz, Olise und Joshua Kimmich ein. Heidenheim antwortete auf den Ausgleich zum 2:2 wieder mit der Führung, die bis in die Nachspielzeit hielt. Das 3:3 war die letzte Aktion vor dem Abpfiff. Bayern kassierte in den letzten drei Spielen gegen Mainz, Paris St. Germain und Heidenheim elf Tore.
Drei Jahre nach dem Abstieg kehrte Schalke 04 mit dem 1:0 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga zurück. Ex-Rapidler Dejan Ljubicic spielt bis zur 69. Minute, dann löste ihn Bosniens Topstar Edin Dzeko ab, dem mit 39 Jahren der erste Aufstieg in seiner Karriere gelang. Im Mittelpunkt stand auch Miron Muslic, der Ex-Traineer von Ried und vom FAC. Er ist der neue Held im Kohlenpott, feierte mit Frau und Kindern am Rasen.
Foto: FC Bayern.