Fußball

Ohne Tor im Hexenkessel Danzig „muss“ Rapid an Verkäufe denken

Ein Resultat wie Dienstag Abend der Ex-Rapidler Robert Ljubicic mit Dinamo Zagreb bräuchte Rapid 48 Stunden später, am Donnerstag in der PGE-Arena von Danzig. Ljubicic freute sich in Skopje über ein 1:0 gegen Shkupi und den Aufstieg in die dritte Runde der Qualifikation zur Champions League. Ein 1:0 würde nach dem 0:0 in Hütteldorf reichen, um Lechia Gdansk auszuschalten. Ohne erzielten Treffer kann Rapid nur weiter kommen, wenn die Abwehr so wie in den bisherigen Spielen kein Tor zulässt und nach 120 Minuten das Elfmeterschießen gewonnen wird. Trainer Ferdinand Feldhofer  versprach Mittwoch beim Abflug den Aufstieg: „Wir freuen uns auf einen Hexenkessel. Es wäre wichtig, den ersten Treffer zu erzielen!“ Das schaffte Ried beim Cup in Treibach und Sonntag beim 1:0 gegen Ried. Wenn davor wieder so viel Glück im Spiel sein sollte, kann eigentlich nichts passieren. Aber zweimal hintereinander darf man das eigentlich nicht erwarten. Der „Glücksvorrat“ scheint aufgebraucht zu sein.

Hexenkessel? Die PGE Arena wurde für die Europameisterschaft 2012 neu erbaut, hat Platz für 43.615 Zuschauer. In der ersten Runde, beim 4:1-Heimsieg gegen Academia Pandev aus Nordmazedonien, kamen knapp 15.000. Nach dem Unentschieden im ersten Spiel könnten Donnerstag doppelt so viel kommen, die Polen weiter pushen. Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic zeigte sich letzten Sonntag im „Sky-Interview! vor dem 1:0 gegen Ried zwar überzeugt. „dass wir mit dieser Mannschaft in Zukunft noch viel Freude haben werden“, sah aber danach  einige Schwächen in der Offensive. Die muss in Danzig besser funktionieren, sonst gibt es keinen Grund zur Freude, sondern zum Nachdenken. Wie man einen Riesenkader noch bis Ende August reduziert, weil man dann nur noch auf zwei Hochzeiten tanzt, international nicht mehr dabei ist, womit es auch bis Mitte November keine englische Wochen mit 38 Spielen geben würde. Dann sind Verkäufe praktisch Pflicht.

Die Hoffnung, dass offensiv mehr gelingt als bisher, hat zwei Namen. Das sind Patrick Greil und Ante Bajic, die nach Adduktorenproblemen und Corona ebenso wieder dabei sind wie der Sonntag wegen Fiebers ausgefallene Emanuel Aiwu. Greil soll bei seiner Premiere in einem internationalen Bewerb für mehr Ideen als bisher sorgen, die sich dann auch in Torchancen zeigen. Nicht nur das wird in dem vom Schweizer Schiedsrichter Alessandro Dudic und von ORF 1 live übertragenen Spiel wichtig sein, sondern auch Erfahrung. Die hat Max Hoffmann, der Sonntag bei einem Kurzeinsatz zeigte, wieder voll auf der Höhe zu sein.  Daher wäre es sicher keine schlechte Idee, wenn er im Abwehrzentrum mit Kevin Wimmer beginnen würde. „Vor allem in der Anfangsphase werden wir aufpassen müssen“, weiß der routinierte Guido Burgstaller, „wir müssen einen kühlen Kopf bewahren, dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Dann werden wir das schaffen.“

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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