Fußball

Oliver Glasner bei Milan wäre eine Revolution in Italien

Seit Tagen beherrschen Spekulationen um Ralf Rangnick und Oliver Glasner die Spekulationen in den italienischen Sportgazetten. Wird Österreichs Teamchef neuer Sportvorstand beim AC Milan und Oliver Glasner nach seinem glorreichen Finale mit Crystal Palace der Trainer? Oder kommt nur einer von beiden, weil Rangnick nach der Weltmeisterschaft seine Ära in Österreich fortsetzt, oder keiner, weil Glasner doch lieber bis Oktober abwartet, ob sich dann neue Perspektiven für ihn ergeben? Von der Chefetage von Crystal Palace gab es nach dem Triumph in der Champions League, dem dritten Titel in 13 Monaten, viel Dank und Lobeshymnen zum Abschied. Ob wirklich schon ein Treffen mit dem amerikanischen Milan-Besitzer Gerry Cardinale und Berater Zlatan Ibrahimovic stattgefunden hat? Nach Mailand wäre Glasner dazu sicher nicht geflogen. Alle Gerüchte um ihn und Bayer Leverkusen sind Vergangenheit, denn Leverkusen bekam Glasner nicht, musste mit dem No Name-Spanier Carlos Martinez Novell, der mit Toulouse in Frankreichs Ligue 1 Neunter wurde, als Nachfolger für den Dänen Kasper Hjulmand vorliebnehmen. In England sind bis auf Manchester City slle Spitzenklubs vergeben, Liverpool entschied sich für den 43-jährigen spanischen Ex-Bournemouth-Trainer Andoni Iraola. Das spricht dafür, dass Glasner eine Pause macht.

Auch die Spekulation, dass Rangnick  Milan ein Ultimatum gesetzt hat, alle sportlichen Vollmachten fordert, klingen in Sachen Ultimatum nicht sehr glaubwürdig. Rangnick macht seine Zukunft vom Abschneiden Österreichs bei der WM-Endrunde abhängig. Kommt Österreich in die K.-o.-Phase, könnte der Wunsch, der auf einem Fan-Transparent zu lesen war, dass er bis zur EM 2028 bleibt, in Erfüllung gehen. Milan belegte 2024/25 nur Platz acht, war nicht für den Europacup qualifiziert, verspielte in der abgelaufenen Saison in der letzten Runde den Champions-League-Platz, wurde hinter Aufsteiger Como nur Fünfter, ist daher nur in der Europa League vertreten. Deshalb mussten Massimo Allegri und Sportchef Igli Tare gehen. Milan Stars im Kader mit einem Marktwert von 429,2 Millionen sind Frankreichs Teamtormann Mike Maignan, in der Abwehr Ex-Salzburg-Legionär Strahinja Pavlovic, im Mittelfeld dessen Franzose Adrien Rabiot, der kroatische Oldie Luka Modric und der Belgier Alexis Saelemakers.  im Angriff der Mexikaner Santiago Gimenez und der Amerikaner Christian Pulisic.

Egal ob Rangnick kommt oder Glasner, ihr Engagement würde eine Revolution in Italiens Serie A bedeuten. Denn so intensiv wie etwa Crystal Palace spielte, agiert kein italienisches Spitzenteam.  Da käme auch auf die Spieler Neuland in punkto Training zu. Es wäre ein sehr interessantes Experiment.

Foto: Yigit Oerme.

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