Im kleinen Londoner Derby gegen Fulham eroberte Oliver Glasner mit Crystal Palace Rang vier, einen Champions League-Platz in der Premier League. Nach dem 2:1 (1:1) liegen nur Arsenal, Manchester City und Aston Villa (2:1 gegen den Tabellenführer) vor Glasners „Eagles“, die durch den Auswärtssieg Chelsea (0:0 gegen Bournemouth) überholten. Und das mitten in den Spekulationen um die Zukunft des 51 jährigen Oberösterreichers. An eine Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrags bei Crystal Palace mag keiner glauben, es wird vermutet, dass er zwischen Angeboten von Liverpool, Manchester United und Tottenham wählen könnte.
„Wir sind gut beraten, am Boden zu bleiben, das ist nur eine Momentaufnahme“, kommentierte Glasner den dritten Sieg dieses Jahres in Craven Cottage, dem Stadion von Fulham. Den ein Kopftor von Kapitän Marc Guehi drei Minuten vor Schluss möglich machte. Nächsten Sonntag empfängt Crystal Palace im Selhurst.Park den Zweiten Manchester City. Glasners Duell gegen Pep Guardiola ruft Erinnerungen an den 17. Mai hervor. An den Tag, an dem Crystal Palace im Finale des FA-Cups gegen Manchester Cty in Wembley 1:0 gewann und den ersten Titel der Vereinsgeschichte holte. Vor Manchester City kommt Donnerstag noch die Conference League in Irland gegen Shelbourne. Crystal Palace kassierte in den bisherigen vier Spielen zwei Niederlagen gegen AEK Larnaka aus Zypern und Racing Straßburg, müsste derzeit in die Play-offs. Das soll noch verhindert werden. Bisher hat Crystal Palace drei Tage nach der Conference League in der Premier League noch nicht gewonnen.
In der deutschen Bundesliga endete hingegen die Erfolgsserie von Christian Ilzer mit Hoffenheim. Vor 81.500 Zuschauern gab es bei Borussia Dortmund und Marcel Sabitzer mit 0:2 (0:1) die erste Auswärtsniederlage der Saison. Hoffenheim gelang es nicht, gegen die kompakte Dortmunder Defensivr wirklich torgefährlich zu werden, blieb dennoch auf Rang fünf. Mit einem Unentschieden wäre Ilzer so wie Glasner in England auf einen Champions League-Platz gekommen. Romano Schmid, Marco Friedl und Marco Grüll verloren mit Werder Bremen das Nordderby beim Aufsteiger Hamburger SV 2:3 (1:1). Teamverteidiger Philipp Mwene bekam beim Letzten Mainz einen Schweizer Trainer: Den 59 jährigen Urs Fischer, der von 2018 bis 2023 bei Union Berlin war, die „Eisernen“ sogar in die Champions League brachte.
Foto: Craven Cottage.