Fußball

Pause bis Ostermontag: Hasenhüttl blieb auf der Insel

Die am europäischen Festland gesetzten Maßnahmen gegen Corona übernahm England mit Verspätung. Die betreffen auch den Fußball: Kein Trainingsbetrieb, Spielpause bis Ende April. Die Premier League-Klubs aus Manchester, Meister City und LASK-Gegner United, spendeten spontan je 100.000 Pfund, das sind rund 108.000 Euro, für die Lebensmittelverteilung an hilfsbedürftige Menschen. Was es in Europa noch nicht gab: Einen Rettungsschirm für die Vereine aus den unteren Ligen. Die Football League, die seit 2016 den Unterbau zur Premier League bildet, stellte 54,5 Millionen Euro zur Verfügung, um die Liquidität von Klub aus den Ligen zwei bis vier, der Championship. League One und Two zu ermöglichen. Der Pay-TV-Sender  „Sky Sports“ zahlt die 130 Millionen, die für die TV-Rechte der kommenden Saison fällig werden, bereits im Vorhinein aus.

Betroffen von der Fußballpause auf der britischen Insel sind zwölf österreichische Legionäre, drei Trainer und neun Spieler. Ralph Hasenhüttl blieb mit seiner Gattin Sandra auf der Insel in Southampton, obwohl er das Trainingszentrum Staplewood nicht betreten darf. Von seinem Assistenten Richard Kitzbichler (Bild oben) ist Hasenhüttl seit einigen Tagen getrennt, denn der Tiroler schaffte noch den Rückflug zur Familie nach Salzburg.“Wir telefonieren täglich, besprechen Dinge ausführlicher, für die ansonst weniger Zeit bleibt“, erzählt Kitzbichler. Alle Spieler, zu denen auch Kevin Danso zählt, bekamen Trainingspläne für daheim bis Ostermontag. Am 13. April soll es im Staplewood Campus weiter gehen. Ganz überzeugt ist Kitzbichler nicht davon, dass der Termin halten wird. Ebenso nicht, dass wie geplant Anfang Mai mit den letzten neun Runden begonnen werden kann. In der Premier League sind außer Danso auch Österreichs Ex-Teamkapitän Christian Fuchs, für den das Pendeln zwischen Leicester und Wohnort London vorerst Pause hat, und Watford-Tormann Daniel Bachmann betroffen. Sein Haus in Blackpool, in dem seine Frau und die zwei Kinder wohnen, ist von London mehr als dreihundert Kilometer entfernt.

Andi Weimann spielt in der Championship bei Bristol, die Gattin lebt mit den zwei Kindern im Haus in Birmingham. Von den vier Barnsley-Legionären kehrte Michael Sollbauer in Absprache mit Trainer Gerhard Struber zu seiner Familie nach Klagenfurt zurück. In Schottland bekam Ex-Rapidler Peter Haring die Auswirkungen von Corona bei Hearts of Midlothian unter anderem dadurch zu spüren, dass der Traditionsklub aus Edinburgh alle Spieler aufforderte, auf die Hälfte ihres Gehalts zu verzichten. Der deutsche Trainer Daniel Stendel, Vorgänger von Struber in Barnsley, ging mit gutem Beispiel voran und verzichtete auf das ganze.

Foto: FC Southampton.

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