Ohne zu spielen, auf Platz eins geblieben! Damit geht Rapid als Tabellenführer in die acht Tage der Wahrheit mit den Spielen gegen Hearts am Mittwoch und Sturm Graz am Sonntag in Hütteldorf, drei Tage später auswärts gegen Red Bull Salzburg. Das tut der grün-weißen Aufbruchstimmung richtig gut. Wenn Rapid dann in der Ligaphase der Conference League steht und in der Bundesliga weiter vorne liegt, dann stimmt die Richtung wirklich. Keine Frage, das erste Spiel ist das wichtigste. Weil es gegen Hearts um Millionen geht. Das Startgeld in der Conference League macht 3,17 Millionen Euro aus, anzunehmen, dass auch in der Ligaphase, in der ein Sieg 400.000 Euro bringt, etwas zu verdienen wäre. So wie in Österreich hatten auch in Schottland die Klubs, die in den Play-offs der europäischen Wettbewerbe vertreten sind, in der Liga eine Pause. Sowohl Meister Celtic Glasgow vor dem Rückspiel gegen den LASK am Dienstag in Linz als auch Hearts vor dem Duell gegen Rapid. Bei Grün-Weiß begannen nach zwei Tagen Pause am Sonntag die Vorbereitungen. Trainer Hoff Thorup hat die Qual der Wahl: Die gleiche Startelf wie beim 2:2 in Edinburgh oder doch Umstellungen? Schließlich verhinderte die Co-Produktion der Joker Nikolaus Wurmbrand und Nicolas Bajlicz im Tynecastle-Park die erste Niederlage dieser Saison.
So wie gegen Hearts spricht auch gegen Sturm Graz mehr für Rapid. Vor allem die schwache Leistung der Grazer am Samstag beim 1:1 gegen Aufsteiger Austria Lustenau. Selbst Trainer Fabio Ingolitsch, normal ein Schönredner, gab eine schwache Leistung der Grazer zu: „Spieelrisch zu wenig, um gewinnen zu können. Das tut weh, ist nicht gut!“ Vor allem das Spiel mit dem Ball bereitet den Grazern Probleme. Da Otar Kiteishvilis Wade vermutlich auch kommenden Sonntag einen Einsatz nicht zulässt, wird sich daran nicht viel ändern. Deshalb sind die Aktivitäten von Sportchef Michael Parensen im Finish der Transferzeit nicht ganz nachvollziehbar. Er will noch einen Abwehrspieler holen, besser für Sturm wäre ein zusätzlicher Kreativspieler. Ingolitsch hat im Frühjahr beide Partien mit Sturm in der Meisterrunde gegen Rapid 2:0 gewonnen. Damit ist Grün-Weiß unter Thorup gegen die Blackies noch ohne Punkt. Unter Thorups Vorgänger Peter Stöger gelangen im Grunddurchgang zwei Siege gegen Sturm _ jeweils 2:1.
Foto: Yigit Örme.