Fußball

Rapid braucht Hartberg-Qualitäten! Auch Vitesse Arnheim in Not

Hartberg ist eine Mannschaft, die immer aufsteht. So begründete Trainer Kurt Russ den doch überraschenden 2:1 im Cupviertelfinale gegen Rapid in Hütteldorf nach all den Problemen mit einem Corona-Cluster im Vorfeld. Das konstatierte auf der Tribüne des Allianz-Stadion auch Andreas Herzog, der Admira-Trainer mit Rapid-Vergangenheit. Der einen Tag später auch in Salzburg live vor Ort war. Grund: Admira trifft nächsten Samstag auf die Rapid-Bezwinger, eine Runde später auf den LASK. Genau die von Herzogs Freund Russ angesprochenen Hartberg-Qualitäten braucht jetzt Rapid nach dem Selbstfaller. In den nächsten zwei Spielen gegen Red Bull Salzburg und Vitesse Arnheim. Mannschaften, die ein anderes Kaliber sind als Hartberg. Bei allem Respekt vor den Steirern.

Klar, dass bei den Verlierern auf die Heimpleite Durchhalteparolen folgten. Aus Niederlagen könne man oft mehr lernen als aus Siegen, hoffte Trainer Ferdinand Feldhofer.  Man dürfe jetzt nicht nur schwarz sehen und alles verteufeln, werde die Marschroute nicht ändern. Ein Ansatz: Nach der Einwechslung von Yusuf Demir und des neuen holländischen Stürmers Ferdy Druijf (Bild oben) lief es besser. Also darf man annehmen, dass beide am Freitag gegen Salzburg in der Startelf stehen werden. Wie tief der Schock bei Rapid saß, zeugte, dass Feldhofer Corona auch zum grün.-weißen Thema machte. Auch die offizielle Lesart einfach vergaß. Denn beim Anpfiff hieß es, Taxiarchis Fountas und  Robert Ljubicic fehlen wegen einer Erkrankung. Zwei Stunden später klang es anders. Ljubicic blieb es aber erspart, dass ihn das Virus zum zweiten Mal erwischte.

Ein schwacher Trost für Rapid: Vitesse Arnheim, in eineinhalb Wochen der Gegner in den Play offs zur Conference League, erging es Samstag Abend ähnlich schlecht. Kein Punkt in der Eredivisie, bei Twente Enschede glatt 0:3 (0:2) verloren. Der dänische Innenverteidiger Jacob Rasmussen sah knapp vor der Pause nach einem Elfmeterfoul am ehemaligen Basel-Stürmer Ricky van Wolfswinkel, das zum 0:2 führte, die rote Karte. Dezimiert gab es keine Chance zum Umschwung. Das ehemalige Rapid-Talent Adrian Grbic blieb in den 75 Minuten, in denen er spielte, diskret. Vitesse Arnheim liegt auf Rang sechs, hat sechs Punkte Rückstand auf Feyenoord mit Ex-LASK-Kapitän Gernot Trauner. Für den gab es einen Erfolgs-Sonntag: Klares 4:0 im Rotterdam-Derby gegen Sparta. Anpfiff war zu Mittag um 12.15 Uhr.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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