Fußball

Rapid gehen die Innenverteidiger aus: Bundesligadebüt von Gröller!

Rapids Sportvorstand Markus Katzer bezeichnete die Trennung von „seinem“ Trainer Robert Klauß als die  schwierigste Entscheidung seiner zweieinhalb Jahre in dieser Funktion, auch weil das Arbeitsklima zwischen ihnen so toll war. Das sollte es in der prekären Situation auch mit dem interimistischen Nachfolger Stefan Kulovits sein, der als Assistent von Klauß ja wissen müsste, an welchen Stellschrauben er drehen muss, um wieder eine gewisse Leichtigkeit in die Mannschaft zu bringen. Aus den Kulovits-Worten bei seinem ersten Medientermin als Cheftrainer hörte man heraus, dass er hofft, es zu bleiben, wenn er Rapid noch auf einen Europacuplatz führen kann. Katzer will nichts ausschießen, aber man kann davon ausgehen, dass er sich vor allem im Ausland umsehen wird, welcher Trainer derzeit am Markt ist. Das hat er bisher nicht getan. Hingegen schon, als er im November 2023 die Ablöse von Zoran Barisic betrieb. Imponiert hat Katzer an Kulovits,  mit welcher Entschlossenheit er sich der Herausforderung gestellt hat. Das hat sich im Vergleich zu dessen Spielerzeiten nicht geändert.

Mit Guido Burgstaller und Louis Schaub hat Kulovits in seiner aktiven Rapid-Zeit zusammen gespielt, aber das hat für ihn keine Auswirkungen. Sonntag muss ihm das gelingen, was Klauß diese Saison in drei Anläufen nicht schaffte: Blau Weiß Linz zu besiegen. Aber ihm gehen die Innenverteidiger aus: Sowohl Nenad Cvetkovic als auch Jakob Schöler sind in der Reha,  Philippe Raux Yao verletzte sich beim 1:2 am Mittwoch in Linz am Knie, steht zumindest Sonntag nicht zur Verfügung. Es gibt keine Alternative zum Duo Amin-Elias Gröller und dem bei den letzten zwei Niederlagen alles andere als überzeugenden Winterkauf Kuadio Ahoussou. Normal müßt das Duo, das bisher nur einmal in der zweiten Mannschaft zusammen agierte, besser funktionieren als Raux Yao und Ahoussou in Wolfsburg und Linz: Beide sind Linksfüßer, der 20 jährige und 1,90 Meter große Gröller ist beidbeinig, wird also rechts besser zurecht kommen als zuletzt Ahoussou.

Gröller wird Sonntag sein Bundesligadebüt feiern, er gilt als großes Talent, hat einen Vertrag bis 2027.  Seine Saisonbilanz: Zwölf Minuten beim 2:0-Cupsieg in Neusiedl, drei Einsätze in der Youth League gegen Braga und Basel, 19 Spiele in der zweiten Liga und 45 Minuten im Confernece League-Viertelfinale  beim k.o gegen Djurgarden in Hütteldorf (Bild). In der 75. Minute wurde er für den verletzten Cvetkovic eingewechselt, zwei Minuten später ging Djurgarden 2:1 in Führung.

 

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