Der FC Salzburg darf sich auf die Ligaphase in der Europa League freuen. Das 1:0 (0:0) beim schwedischen Meister Mjällby vor knapp 6000 Zuschauern im Stadion Strandvallen bedeutet ein perfekte Ausgangsposition für das Play-off-Rückspiel am kommenden Donnerstag vor heimischer Kulisse. Die Entscheidung fiel durch ein Eigentor in der 91. Minute, als Verteidiger Tom Petterson bei einem Rettungsversuch einen Pass des nach einer Stunde für Yorbe Vertessen eingewechselten Karim Konate in Richtung Kota Sitano ins eigene Tor verlängerte. Konate hatte zuvor seine Schnelligkeit zur Geltung gebracht, war in den Strafraum und bis zur Grundlinie gekommen. Petterson war der doppelte Pechvogel in dieser Begegnung: Nach einem Eckball traf er per Kopf nur die Latte. Da fehlte nur wenig zur Führung der Schweden, obwohl Salzburgs Tormann Christian Zaweischitzky über die gesamten 93 Minuten praktisch nichts zu halten bekam. Der Lattenköpfler passierte in der schwächsten Phase der Salzburger., die 25 Minuten dauerte. Vor der Pause hatte Salzburg alles unter Kontrolle, in der zweiten Hälfte war es ein offener Schlagabtausch. Mit einem Happy End für Salzburg.
Haris Tabakovic, der mit vier Toren den Aufstieg gegen Pafos aus Zypern möglich gemacht hatte, fiel in den 73 Minuten, in denen er spielte, nur einmal auf, als er nach einer Flanke von Edmund Baidoo an einer Topreaktion des schwedischen Tormanns scheiterte. Ansonst gelang es nicht, den Bosnier in Szene zu setzen. Die glücklichen Sieger wussten ihre Darbietung richtig einzuschätzen, das spricht für sie: „Wir sind in der Kabine nicht glücklich und zufrieden über unsere Leistung, obwohl wir gewonnen haben“, versicherte Kapitän Nikolas Veratschnig im ServusTV-Interview. Das sah auch Trainer Danny Röhl (Bild) so: „Das Resultat war okay, aber das kann nicht unser Anspruch sein. Um unsere großen Ziele in dieser Saison zu erreichen, müssen bessere Leistungen her!“ Im Retourspiel kann damit begonnen werden.
Fix in der Ligaphase der Europa League sind bisher Sturm Graz, Olivers Glasners Ex-Klub Crystal Palace als letzter Sieger der Conference League, Hoffenheim, der Klub von Andreas Schicker und Christian Ilzer, Bayer Leverkusen, Juventus Turin, AC Milan, Alkmaar, Olympiakos Piräus, Real Sociedad San Sebastian, Olympique Marseille, Union St. Gilloise, Sparta Prag, Stade Rennes, Bournemouth, Sunderland, Celta Vigo und Portugals Sensationscupsieger, Zweitligist Torrense.
Foto: Red Bull Salzburg.