Fußball

Sahin-Radlinger und Cristiano sind neue Fragezeichen der Austria

Bei Maurice Malone, dem Leihzugang vom FC Basel, kann man von ausgehen, dass er der Wiener Austria mit Toren weiter helfen, in der Offensive eine Bereicherung darstellen wird.  Zwei Tage nach Malone präsentierte die Austria wieder zwei Neue. Die man allerdings unter die Kategorie Fragezeichen einordnen muss. Sowohl was den 31 jährigen Ex-Ried-Torhüter Samuel Sahin Radlinger (Bild) betrifft, aber noch mehr den 22 jährigen brasilianischen Rechtsaußen Cristiano Roberto do Amaral, der vorerst auf Leihbasis von Sao Bento kam. Die Empfehlung für ihn: Der gute Eindruck, den er in den letzten Monaten im Training bei Austrias Kooperationsverein in der zweitenLiga, Stripfing, hinterließ. Etwas wenig, oder nicht? In Brasiliens oberster Spielklasse spielt er, bevor er in Europa ein Engagement suchte, ganze 200 Minuten. Ein Einsatz bei Coritiba in der Startelf, zehn als Joker.

Sahin Radlinger folgt als Nummer eins Tor auf Christian Früchtl, der im Sommer 2022 von Bayern München ohne Ablöse, nur für 50 Prozent Beteiligung am Weiterverkauf nach Wien kam. Der Deutsche erfüllte die Erwartungen. Auf ihn konnte man sich mit wenigen Ausnahmen verlassen, jetzt erfüllte er sich den Traum vom Wechsel in eine europäische Topliga. In Italiens Serie A zu Lecce, letzte Saison auf Rang 13. Das brachte eine Million Euro Ablöse, die Hälfte davon muss an Bayer überwiesen werden. Bei Sahin Radlinger grifft Sportvorstand Jürgen Werner bereits zu, als er vor einem Jahr ablösefrei war, verlieh ihn zu Almere City in die holländische Eredivisie. Dort kam er nur zu sechs Einsätzen. Daher hat die Frage, ob er gut genug für die Austria ist, ihre Berechtigung. Vorerst muss man ihn bei aller Routine als Risikofaktor betrachten. Schon einmal wollte er in Wien Fuß fassen: Das war 2013/14, als er nur Radlinger hieß, aber nicht den Sprung zur Nummer eins bei Austrias Erzrivalen Rapid schaffte. Den Doppelnamen wählte er erst nach der Heirat mit der Schauspielerin Sila Sahin vor acht Jahren. Zwischen Rapidund Rückkehr zu seinem Stammkubs nach Ried 2020 war der Tormann in Deutschkand (Nürnberg, Hannover), Norwegen (Brann Bergen) und England (Zweitligist Barnsley).

Wolfsberg verlor einen seiner talentiertesten Spieler: Flügel Nikolas Veratschnig, 21, wechselte in die deutsche Bundesliga zu Mainz 05, womit der Klub aus der Karnevalsstadt künftig so wie Werder Bremen drei österreichische Legionäre hat. Außer Veratschnig noch Teamverteidiger Philipp Mwene und Karim Onisiwo. Trainer bei Mainz ist der dänische Motivationsguru Bo Hendriksen, der Mainz letzte Saison vom Abstiegsrang noch auf Rang 14 führte. Wolfsberg brachte mit Veratschnig einen Spieler aus der eigenen Akademie in eine Topliga. Das brachte 800.000 Euro „Schmerzensgeld“.

 

Foto: Gepa/Admiral.

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