Fußball

Salzburg auch mit zehn Neuen zu gut für Sturm: Rapid kann noch Vizemeister werden!

Zehn Neue  in der Startformation gegenüber dem 2:1 gegen Olympique Marseille drei Tage zuvor, nur Innenverteidiger  Duje Caleta-Car wieder unter den ersten elf. Bei jedem anderen Klub in Österreich als bei Red Bull Salzburg würde eine derartige Rotation zu einem merkbaren Qualitätsverlust führen. Sonntag war man im  Spitzenspiel gegen den Zweiten Sturm Graz schon versucht, daran zu glauben, von einer B-Elf zu reden, was Trainer Marco Rose gar nicht gerne gehört hätte: „Viele von ihnen hätten es sich auch verdient, gegen Marseille zu spielen.“ Bis in die Nachspielzeit der ersten Hälfte führte Sturm, aber mit dem Ausgleich  des Südkoreaners Hee Chan-Hwang nach einem Zuckerpass des 20jährigen Sambia-Juwels Enoch Mwepu drehte sich das Spiel. Endstand 4:1 und das endgültige Meisterstück zum historischen fünften Titel in Serie, das vor 15.000 Zuschauern, dem besten Besuch bei  Bundesligaheimspielen Salzburgs in diesem Jaht , entsprechend gefeiert wurde. Die zufriedene Bilanz von Meistermacher Rose: „Die zweite Hälfte war bärenstark.“

Und machte den Titelverteidiger auch für das Cupfinale am Mittwoch in Klagenfurt gegen Sturm zum Favorit, auch wenn im Wörthersee-Stadion die Grazer den Rückhalt von 20.000 Fans im Rücken haben werden. Rose gelang es, Leistungsträger wie Andre Ramalho, Amadou Haidara, Diadie Samassekou und Valon Berisha für Mittwoch zu schonen, ebenso Fredrik Gulbrandssen.  Für Munas Dabbur, Stefan Lainer und Xaver Schlager gab´s nur Kurzeinsätze. Dabbur nützte den zu seinem 20. Tor in dieser Saison. Routinier Christoph Leitgab konnte sich mit 33 in seinem 277. Bundesligaspiel darüber freuen, die Mannschaft als Kapitän auf das Feld zu hören. Mit  Jerome Onguene köpfelte ein 20jähriger das entscheidende 3:1, Der zweite Treffer eines Innenverteidigers, den zuvor sorgte Caleta-Car für das 2:1, ehe wenig später sein Arbeitstag zu Ende war.  Kein anderer Klub in der Bundesliga hat diese Peronalreserven wie Salzburg. Das wusste man auch vorher, wurde aber nochmals eindrucksvoll demonstriert. Deutsche Medien vermelden bereits den Zuzug von Zlatko Junuovic als fix. Offiziell bestätigten dies weder Salzburgs Sportchef Christoph Freund noch Junuzovic am Samstafg nach seinem letzten Heimspiel mit Werder Bremen.

Und so standen mit dem Abpfiff rote T-Shirts mit einer offenen Hand, der Zahl fünf und der Aufschrift Serienmeister bereit, die alle anzogen, gab´s für Rose mit dem Abpfiff die erste Bierdusche. Auf dem Rasen kam nachher keiner  ungeduscht davon. Nur nicht wie beim Vorbild Bayern München mit Paulaner-Weißbier, sondern mit Stiegl-Bräu. Ein Unterschied muss ja sein. Salzburger Meisterstück sorgte dafür, dass Platz zwei noch nicht vergeben ist. Das heißt: Rapid und LASK  haben noch Chancen, Vizemeister zu bleiben. Bei Rapid in der Erinnerung an vier Spiele ohne Sieg in dieser Saison gegen Sturm eigentlich unglaublich. aber bei nur fünf Punkten Rückstand auf die Grazer vor die letzten drei Runden  theoretisch möglich. Wenn Rapid Sonntag über den eigenen Schatten springt, Salzburg  erstmals in dieser Saison bezwingt. Vielleicht ist dabei das  Cupfinale am Mittwoch hilfreich. Sturm empfängt danach den ehrgeizigen LASK.

In Wien gab es sechs Stunden vor dem Salzburger Meisterstück im vom ORF ebenfalls live übertragenen Regionalliga-Derby  die Wiener Talenteschau. Fiel beim 1:1 (0:1) im Allianz-Stadion nicht übermäßig beeindruckend aus. Rapid wird nach dem Unentschieden kaum noch den Sprung in die neue zweite Liga mit 16 Klubs schaffen, worüber in Hütteldorf nicht übermäßig große Trauer herrscht. Spieler für die Bundesliga zu liefern ha Vorrang. Aber gibt´s die?  Innenverteidiger Mert Müldur fiel auf, Kelvin Arase auch und nach seiner Einwechslung Osaren Okungbowa im Mittelfeld. Der durfte unter dem Vorgänger von Trainer Goran Djuricin, Damir Canadi, schon in der Bundesliga ran, ehe ihn ein Kreuzbandriss stoppte. Seit einem Monat spielt er wieder, der Vertrag läuft aus, Rapid wäre gut beraten, den Mittelfeldspieler zu halten. Bundesligaklubs warten schon auf den grün-weißen Fehler, ihn gehen zu lassen. Austria freute sich über das neunte Amateurderby hintereinander ohne Niederlage. Wäre in der Bundesliga hilfreicher. Auch wenn anders als bei Rapid der Aufstieg in die zweite Liga bevorsteht, steht der Satz von Vorstand Markus Kraetschmer, den er nach dem 0:0 gegen Admira twitterte, über allem: „Wir haben den Auftrag, ein neues Team zu formen, das unsere eigenen Ansprüche erfüllt.“ Dazu müsste rasch die Trainerentscheidung fallen.

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