Fußball

Salzburg-Chaos: Rapid bleibt auf jeden Fall Tabellenführer!

Matthias Seidl, Nenad Cvetkovic und Janis Antiste tragen Sonntagnachmittag im Duell der Ungeschlagenen gegen den WSG Tirol erstmals die  neuen weiß-grünen Trikots von Rapid. Egal, wie die Partie  endet, geht Rapid als Tabellenführer in die nächste Runde. Selbst wenn es im 17. Bundesligaspiel gegen die Tiroler  die zweite Niederlage geben sollte. Die erste passierte vor fünf Jahren am 13. Dezember 2020 in Hütteldorf ganz klar mit 0:3, von den damaligen Verlierern wird Sonntag nur Tormann Niklas Hedl beginnen. So wenig Gegentore wie er in den ersten fünf Spielen, nämlch nur zwei, bekam Rapid zuletzt 1982/83 und 1984/85 mit Herbert Feurer zwischend en Pfosten. Weniger  waren es noch nie. In Hütteldorf wurde Hedl in dieser Saison nich ncht bezwungen.

Rapid bleibt auf jeden Fall vorne, weil Vizemeister Red Bull Salzburg Samstag mit einem Chaos-Auftritt beim Cupsieger Wolfsberg mit 1:3 (0:2) die erste Niederlage nach drei Siegen und zwei Unentschieden bezog. Wolfsbergs Trainer mit Rapid-Vergangenheit, Didi Kühbauer, sah seine Prognose, dass sein Herzensklub erster Titelanwärter ist, bestätigt. Schlägt Rapid  die Überraschungsmannschaft Tirol, dann bringt das fünf Punkte Vorsprung auf Salzburg nach sechs Runden. Dann wäre gemäß der Devise für die neuen Dressen („nachhaltig, leiwand“) wirklich alles leiwand für grün-weiß. Salzburgs Untergang begann schon nach 54 Sekunden, als Markus Pnk nach Assist von Angelo Gattermayer für die Führung sorgte. Fast bei jedem hohen Ball, den Wolfsberg nach vorne spielte, bekam Salzburgs Defensivabteilung Probleme. Der Matchplan von Trainer Thomas Letsch, mit Kapitän Mads Bistrup praktisch nur einen „Sechser“ vor der Abwehr aufzubieten, ging nicht auf. Wolfsbergs konterte die Salzburg immer wieder aus. Speziell beim Gattermayer-Tor nach 51 Minute zum 3:0. Vor der Pause traf auch Alessandro Schöpf. Salzburgs Anschlusstor durch Yorbe Vertessen nach einem Eckball leitete keine Schussoffensive ein.

Salzburg wurde nach sechs Runden punktmäßig  von Altach eingeholt – wer hätte das u Saisonbeginn gedacht? Samstag gelang Altach mit 1:0 (1;0) der erste Heimsieg in der Bundesliga gegen den LASK, der die fünfte Niederlage kassierte. Das Tor fiel aus einem Elfmeter, den George Bello im „Verteidigerduell“ gegen Sandro Ingolitsch verschuldete. Die neue LASK-Hoffnung Sasa Kalajdzic kam nach 61 Minuten für Max Entrup, der Teamstürmer konnte nichts mehr bewegen. Die Rapid-Leihgabe Moritz Oswald ersetzte im Finish den Ex-Rapidler Patrik Greil, der einmal die Latte traf. Einen erfolgreicheren Einstand als Kalajdzic hatte ein anderer Stürmer: Shon Weissman führte Blau Weiß Linz mit einem Doppelpack zum 3:0 (1:0) gegen den GAK und Ferdinand Feldhofer, seinem ehemaligen Trainer bei Wolfsberg. Weissman erzielte das 1:0 und 3:0, von Protesten der Fans gegen den Erwerb des Israelis war nichts zu merken. Im Gegenteil, nach seinem Austausch knapp vor Schluss gab es Standing Ovarions von der Fantribüne. Nächste Runde  steigt das Linzer Derby, das für den angezählten LASK-Trainer Joao Sacramento ein Schicksalsspiel sein könnte. Der GAK ist nach dem zweiten 0:3 hintereinander Schlusslicht.

 

Foto: SK Rapid/Red Ring Shots/Widner.

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