Fußball

Salzburg und Rapid haben Angst vor Hartbergs Jubel

Es ist wirklich ein außergewöhnliches Finale um den Uniqa-Cup, das Donnerstag ab 17 Uhr im Klagenfurter Wörthersee Stadion über die Bühne gehen wird. Erstmals heißt die Paarung Wolfsberg gegen Hartberg. Für beide ist es das erste Endspiel. Schon deshalb außergewöhnlich. Für Hartberg sicher etwas mehr, denn Wolfsberg spielte 2019 und 2020 schon in der Europa League. Das war damals ein Meilenstein mit außergewöhnliches Ergebnissen. 4:0 bei Borussia Mönchengladbach, wodurch ganz Europa auf Wolfsberg aufmerksam wurde, und 1:1 in Graz gegen AS Roma. Ein Jahr später 4:1 gegen Feyenoord in Rotterdam, 1:0 in Klagenfurt, Aufstieg ins Sechzehntelfinale, in dem die Kärntner gegen Tottenham chancenlos waren, wegen Corona das Heimspiel in Budapest austragen mussten. Aber am 1. Mai geht es um den ersten Cuptitel. Kommt Wolfsberg am Sonntag zum Ligaspiel gegen Rapid nach Hütteldorf als Cupsieger, dann lebt die Chance auf das Double. Allen aufgrund der bisherigen Saison gilt Wolfsberg daheim in Kärnten als Favorit. Als Mannschaft, die um das Double kämpft. Hartberg hat als Siebenter keine Abstiegssorgen.

Didi Kühbauer ist als Wolfsberg-Trainer der Nachfolger seine Finalgegers Manfred Schmid. Als Spieler waren sie bei den Wiener Derbys öfters direkte Gegenspieler, 1994 wurde Schmid mit Austria Cupsieger, ein Jahr später Kühbauer mit Rapid. Bei beiden Finalisten gibt es Spieler, die bereit Cupsieger waren: Bei Wolfsberg Routinier Simon Piesinger 2021 in Dänemark mit Freja Randers,  David Atanga schon fünf Jahre früher mit Red Bull Salzburg, Dejan Zukic in Serbien mit Vojvodina, Alessandro Schöpf 2023 und 2024 in Kanada mit den Vancouver Whitecaps, Sandro Altunashvili in Georgien mit Saburtalo. Die Cupsieger bei Hartberg: Jed Drew in Australien mit dem FC Macarthur aus Sydney,, letzten Saison Patrick Mijic in Slowenen mit Rogaska, zuvor Mateo Karamatic ebenfalls in Slowenien mit Olimpija Laibach. Gewinnt Wolfsberg, wäre es der erste Kärntner Cupsieger seit 2001, als der FC Kärnten als Zweitligst unter Walter Schachner im Wiener Happel-Stadion Meister FC Tirol 2:1 bezwang. Gewinnt Hartberg, wandert der Cupsieg zum dritten Mal hintereinander in die Steiermark. Weil Sturm 2024 und 2023  die Finalspiele gegen Rapid in Klagenfurt gewann. Für Hartbergs Präsidenten Brigitte Annerl hat das Endspiel eine historische Bedeutung: „Es ist die Krönung einer langen Geschichte und der Anfang eines neuen Kapitels!“

Keine Frage, auch Salzburg und Rapid schauen nach Klagenfurt. Beide verbindet die Angst, dass Hartberg auch dort  so wie nach der Semifinalsensation bei der Wiener Austria wieder jubelt (Bild). Dann würden die Steirer fix einen Europacupplatz haben und Rapid als Fünfter der Liga keinen. Dann müsste Salzburg als Vierter gegen den Sieger der Qualifikationsgruppe, den LASK, Play-off-Spiele um den Europacupplatz bestreiten. Das könnte verhindert werden, wenn Salzburg zumindest Dritter wird.  Trotz eines neuen Ausfalls: im Saisonfinish fehlt auch der am Knie verletzte Offensivspieler Moussa Yeo.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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