Fußball

Salzburgs Noah Okafor ist der neue Schweizer Nationalheld

Bis zu Beginn dieser Saison galt der Rekordkauf von Red Bull Salzburg, Noah Okafor, als einer, der die Erwartungen nicht erfüllte. Das änderte sich in den letzten vier Monaten nicht nur bei Österreichs Meister, sondern auch in der Schweiz. Seit Montag ist Okafor einer der neuen Schweizer Nationalhelden. Denn sein erstes Tor in der „Nati“, wie die Schweizer ihr Nationalteam nennen, leitete in Luzern den 4:0 (0:0)-Triumph über Bulgarien ein, der das WM-Ticket für Katar brachte. Denn Europameister Italien kam in Belfast gegen Nordirland über ein 0:0 nicht hinaus, belegte daher zwei Punkte hinter der Schweiz Rang zwei, muss in die Play offs und zittert, so wie 2018 die Weltmeisterschaft zu verpassen.  Die ganze Schweiz liegt aber der grandiosen Nati zu Füßen. Der Blick titelte auf Seite eins: „WM, WM, wir fahren zur WM!“

Der 21 jährige Okafor  traf vor der Pause nur die Stange, köpfte nach einer ideale Flanke von Kapitän Xherdan Shaquiri, der sein 100. Länderspiel bestritt, in der 48. Minute das Führungstor. (Bild oben). Damit war der Bann gebrochen. „Wir wussten, dass mit dem Führungstor alles ins Laufen kommt. Ich habe alles gegeben, alles reingehaut“, freute sich Okafor über seine Karriere-Highlight im SRG-Interview, „jetzt habe ich Blut geleckt. Es gilt fit und bescheiden zu bleiben, ich bin heiß auf die Weltmeisterschaft!“ Dabei kam Okafor beim 1:1 gegen Italien in Rom und Montag in Luzern wohl nur zum Einsatz, weil mit Breel Embolo und Haris Seferovic die Stürmer, die bisher als Fixstarter galten, ausfielen. Okafor nützte seine Chance, steigerte seinen Marktwert.

Außer der Schweiz löste Montag auch England durch ein 10:0 in San Marino endgültig das WM-Ticket. Interessanter für Österreich ist aber die Tabelle der Gruppenzweiten. Gegen einen der sechs Besten müssen David Alaba & Co im Semifinale auswärts ran. Für die Rangliste werden die Spiele gegen den Gruppenletzten nicht gewertet. Sieben der zehn Gruppen sind ausgespielt.  Derzeit ist Österreichs Gruppengegner Schottland, der im Hampden Park Dänemark (mit Salzburg-Verteidiger Rasmus Kristensen) 2:0 (0:0) bezwang, die erste Niederlage zufügte, mit 17 Punkten der beste Zweite. Dann folgen Russland (16), Polen, das ohne Robert Lewandowski in Warschau gegen Ungarn 1:2 verlor (14), Nordmazedonien (12) ,Portugal(11) und erst danach Italien (10). Kann dem Europameister sogar blühen, dass er im Semifinale auswärts spielen muss. Egal, welches Los Österreich bekommt: Teamchef Franco Foda erklärte Montag Abend in Klagefurt nochmals selbstbewusst, er sei überzeugt, dass via Play offs die erste WM-Teilnahme seit 1998 geschafft wird.

 

Foto: UEFA.

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