Fußball

Starker Beginn, aber danach zu stark nachgelassen: Mit Foda in die Play offs

Die Pflicht erfüllt, aber das war es dann auch schon! Das ist das Fazit von Österreichs 4:1 (2:0) gegen Moldawien zum Abschluss der WM-Qualifikation vor nur 1800 Zuschauern, die einen neuen Minusrekord bedeuten, im Klagenfurter Wörthersee-Stadion. Der Beginn war zwar stärker und effektiver als Freitag gegen Israel, denn nach 21 Minuten stand es bereits 2:0, aber genauso stark wurde dann nach der Pause nachgelassen. Es wäre mehr möglich gewesen als das 4:1 (2:0), nach dem Willi Ruttensteiner mit Israels Team auf Platz drei vor Österreich blieb. Für ihn sicher ein Prestigeerfolg. Israel führte ohne den verletzten Eran Zahavi in Netanya nach 58 Minuten durch Tore des Ex-Salzburgers Munas Dabbur und von Ex-Wolfsberg-Torjäger Shon Weissman gegen die Färöer 2:0, kassierte den Ausgleich, ehe Don Peretz noch für das 3:2 sorgte. Bei gleicher Punkteanzahl und Tordifferenz entschied die größere Anzahl der geschossenen Tore für die Israelis. Teamchef Franco Foda bezeichnete dies als „schade und ärgerlich!“

Wenn man in Erinnerung hat, wie sehr sich Österreich im September in Chisinau zum 2:0 gegen Moldawien mühte, so positiv war Montag Abend der Start, bei dem Christopher Trimmel den Assist zur schnellen Führung von Marko Arnautovic gab, dann selbst mit seinem ersten Treffer im Teamdress für das 2:0 sorgte. Es folgten Chancen, die Führung zu auszubauen.  Das gelang erst nach der Pause Arnautovic, der wie gegen Israel einen Elfmeter verwandelte (Bild oben). Gegen Moldau nach einem Foul an Marco Grüll. Wenig später passierte etwas, was nicht vorkommen hätte dürfen: Ein Tor zu kassieren. Eine missglückte Abseitsfalle führte dazu. Keine Chance für Heinz Lindner im Tor, der nach zwei Jahren Pause wieder zum Zug kam. Wahrscheinlich auch deshalb, weil  die Gefahr besteht, dass Daniel Bachmann bei Watford weiter nicht zum Zug kommt und daher für die Play offs ein Fragezeichen ist.

Nach Moldawiens Tor ging  die Linie verloren. Das lag aber weniger an den für Florian Grillitsch und Louis Schaub eingewechselten Dejan Ljubicic und Karim Onisiwo. Ljubicic sorgte mit seinem ersten Teamtor für das 4:1, bewies, jederzeit eine brauchbare Alternative im zentralen Mittelfeld zu sein. Kein Zweifel, in den Play offs im März muss das Team so auftreten wie in den ersten 25 Minuten, um eine Chance zu haben, das WM-Ticket zu erkämpfen. Egal, was die Auslosung am 26. November in Zürich ergeben wird. Das in den Play offs der Teamchef Franco Foda heißen wird, verkündete ÖFB-Präsident Gerhard Milletich eine Viertelstunde nach Schlusspfiff im ORF. Darauf habe er sich bereits Sonntag mit dem Präsidium verständigt. Zweifelsohne die vernünfigste Lösung. Milletich bezeichnete die Leistung gegen Moldawien als „in Ordnung“. Interessant nur, dass Sportchef Peter Schöttel vor Anpfiff erklärte, man werde sich in den nächsten Tagen zusammensetzen, das ganze Jahr analysieren und dann entscheiden.

Ein eigenes Kapitel bleibt Arnautovic. Weil er statt David Alaba Kapitän sein durfte, obwohl Aleksandar Dragovic mehr Länderspiele hat  Als Spitzensportler, der mit Alkohol Geschäfte gemacht. Dass so etwas möglich ist, gibt es nur in Österreich. Wenn schon Foda und Schöttel dies nicht als völlig falsches Zeichen sehen, dann liegt es an Milletich dafür zu sorgen, dass dies nicht mehr vorkommen wird. Nicht vergessen: Um Kapitän Arnautovic gab es bereits einmal Aufregung. Als er 2018 nach dem 0:1 in der Nations League gegen Bosnien in Sarajevo mit Bosniens Kapitän Edin Dzeko den Abend gemütlich ausklingen ließ.

Foto: Twitter.

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