Fußball

Schnellstes Tor der Saison: Salzburg singt wieder

Es war nur der dritte Pflichtsieg hintereinander, den Red Bull Salzburg mit dem 4:1 (2:1) gegen Aufsteiger Ried vor 8352 Zuschauern feierte. Aber doch auch ein besonderer. Nicht, weil er mit Rapifs Hilfe zur Tabellenführung verhalf. Sondern, weil es acht Neue in der Startelf gegenüber dem mühsamen Cupsieg gegen WSG Tirol drei Tage zuvor gab. Ein Zeichen, was der Salzburger Kader  hergibt. Da Teamtormann Alexander Schlager muskuläre Proleme hatte, kam der 18 jährige Christian Zawieschitzky, der bereits bei der Klub-WM im Einsatz war, zu seinem Bundesligadebüt. Bei dem das bisher schnellste Tor der Saison fiel: Clement Bischoff traf bereits nach 27  Sekunden. Besser geht´s nicht. Alles schien für Salzburg zu laufen, als plötzlich nach 34 Minuten der Ausgleich durch das sechste Saisontor von Kingstone Mutandwa fiel. Von da an war Salzburg gar nicht mehr souverän, der Aufsteiger, bei dem aus privaten Gründen Trainer Max Senft fehlte, durch Assistent Eduard Buxmann vertreten wurde, besser. Aber Salzburg traf nicht nur mit der ersten Aktion des Spiels, sondern auch mit der letzten vor der Pause. Durch den Japaner Soto Kitano (Bild).

Nach der Pause brachte ein Fehler von Rieds Innenverteidiger Niki Havenaar Salzburg die numerische Überlegenheit. Er sah für Torraub gegen Bischoff zurecht die rote Karte. Gegen zehn Rieder trafen noch Joker Edmund Baidoo und Petar Ratkov. Daher konnte Trainer Thomas Letsch nachher berichten: „Nach langer Zeit singen die Jungs wieder in der Kabine!“ Salzburg, wie es singt und siegt. Nach fünf Partien ohne Niederlage. 13 Punkte aus den letzten fünf Partien holte keine andere Mannschaft. Salzburg ist auch die Torfabrik der Liga: Mit 28 die meisten erzielt. Jeweils acht mehr als Sturm Graz und Wolfsberg, elf mehr als Rapid.

Die Jubelgesänge wurden am Abend durch die Auslosung des Viertelfinales im Uniqa-Cup gestoppt. Da muss Salzburg im nächsten Jahr zum Titelverteidiger nach Wolfsberg. Der sich Sonntag in der Bundesliga nicht auszeichnete: Nur 0:0 daheim gegen WSG Tirol. Der schlechten Chancenverwertung der Tiroler hatte es Wolfsberg zu verdanken, dass es zur Pause keinen klaren Rückstand ggb. Trainer Peter Pacult antwortete im Sky-Interview auf die Frage, ob es zur Halbzeit in der Kabine einen heftigen „verbalen Einlauf“ von ihm gab: „Diese Zeiten sind vorbei. Es ist ja leicht, auf einen Toten hinzuhauen. Man muss versuchen, den Toten aufzuwecken!“ Das gelang ihm zwar, aber zum Sieg reicht es nicht. So wie Salzburg haben auch Rapid und Sturm Graz im Cupviertelfinale Auswärtsspiele: Rapid in Ried, Sturm in Altach. Dazu gibt es das Linzer Derby zwischen LASK und Blau Weiß, mit Heimvorteil für den LASK, also auf der Gugl.

Foto: RB Salzburg/Andreas Schaad.

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