Fußball

Sieben Österreicher unter den 500 wichtigsten Fußballern der Welt!

In Pakistan regiert das Cricket-Fieber, dort ist  Fußball eine wenig beachtete Randsportart. Ein Angestellter der österreichischen Botschaft in Islamabad, ein Fan des LASK, der fast mehr um den Einzug in die Meisterrunde bangt als sich über den Aufstieg ins Achtelfinale der Conference League freut, fand dort in einem britischen Buchgeschäft die Sonderausgabe des englischen „World Soccer“ mit einer Rangliste der 500 wichtigsten Fußballer der Welt. Ohne Ranking und Platzierungen, alle sind alphabetisch aufgeführt. Von Englands Teamstürmer Tammy Abraham, derzeit in Italien bei AS Roma unter Vertrag, bis zu Joshua Zirkzee, derzeit in Belgien bei Anderlecht engagiert, zuvor in Italien bei Parma, davor bei Bayern München. Wo die Einstellung des Holländers nicht gepasst haben soll, weshalb ihn der deutsche Vorzeigeklub verlieh.

Was für Österreich erfreulich und eine Auszeichnung ist: Zu den 500 wichtigsten Fußballern des Planeten  gehören auch sieben Österreicher, auch wenn es keiner auf das Cover mit Kylian Mbappe, Cristiano Ronaldo oder Chelseas Europameister Jorginho brachte.  Mit David Alaba, Marko Arnautovic, Christoph Baumgartner, Martin Hinteregger, Sasa Kalajdzic und Marcel Sabitzer sind es sechs aktuelle Teamspieler, mit Zlatko Junuzovic ein ehemaliger. Auch die in „World Soccer“ angeführten Begründungen sind interessant.  Alaba, der Mittwoch Abend durch ein 1:0 gegen Athletic Bilbao den Vorsprung von Real Madrid in d er La Liga auf sieben Punkte gegenüber den ersten Verfolgern Atletico Madrid und Real Sociedad ausbaute, wird als Nachfolger von Sergio Ramos in Reals Abwehrzentrum gelobt. Auch die Vielseitigkeit mache ihn so wichtig, weil man ihn bedenkenlos auch als Linksverteidier oder im Mittelfeld einsetzen könnte. Bei Arnautovic wird noch dessen knappes Abseitstor im Achtelfinale der Europameisterschaft gegen Italien in Wembley angeführt, bei dem nur Zentimeter fehlten, um die italienischen Träume zu beenden. Auch das gute Start beim neuen Klub Bologna  gilt als Argument für Arnautovic, der aktuell eine Pause befürchten muss. Mittwoch schied er beim 1:0 Bolognas über Roma schon nach 17 Minuten mit muskulären Problemen im Oberschenkel aus, die ihn seit dem Frühjahr plagen. Trost kam von Romas Trainer Jose Mourinho, der Arnautovic aus einer gemeinsamen Saison bei Inter Mailand kennt. In der er das damalige Talent kaum einsetzte.

Bei Baumgartner wird gelobt, dass er trotz seiner erst 22 Jahre bereits eine Schlüsselfigur in der Offensive, sowohl in Österreichs Team als auch  bei Hoffenheim, ist. Eintracht Frankfurts Abwehrchef Hinteregger, ein „old-school-type“, ein hart attackierender Centre-Back alter englischer Schule, hole immer das beste aus sich und auch aus seinen Nebenleuten heraus. Junuzovic ziehe die Fäden in Salzburgs Mittelfeld, ein wesentlicher Faktor für die Erfolge in den letzten drei Saisonen. Derzeit vermissen die Salzburger die Erfahrung und Klasse von Junuzovic, der seit Ende August mit einer Fersenverletzung fehlt, sehr.

Kalajdzic, der an seinem Comeback nach der Schulteroperation arbeitet, imponierte durch seine Tore, die einen starke Saison des Aufsteigers VfB Stuttgart in der Bundesliga ohne Abstiegssorgen möglich machten. „Great touch for a big man“  ist ebenfalls ein Kriterium für die Nominierung von Kalajdzic. Bedeutet: ungewohnt gute Technik und Beweglichkeit für einen Zweimeter-Riesen. Für Sabitzer sprach die Entwicklung zum kompletten Mittelfeldspieler. Nicht wie zuvor nur für Offensivrollen geeignet, sondern auch für defensive Aufgaben im Zentrum, weshalb ihn Bayer München verpflichtete. Wo dies der ehrgeizige Sabitzer noch nicht zeigen konnte. Aber er macht sich deshalb noch keinen Stress.

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