Fußball

Rekordtransfer von Salzburg! Sieben Spiele in 20 Tagen auch für Rapid, LASK, Wolfsberg! Sturm bis Dezember ohne Kiteishvili

Mit der zweiten Runde im Uniqa-Cup am Wochenende beginnt für die vier österreichischen Teilnehmer an den Gruppenphasen in Champions und Europa League der große Stress, der eigentlich bis Mitte Dezember dauert, im November nur durch die Teampause kurz unterbrochen wird. Das kommt daher, weil wegen Corona es zwischen den Europacuppartien nicht wie bisher eine zweiwöchige Pause gibt, sondern erstmals nur eine einwöchige. Die erste Etappe für Meister Red Bull Salzburg, Rapid, den LASK und den Wolfsberger AC heißt sieben Spiele in 20 Tagen. Inklusive Flüge in Corona-Risikogebiete wie Madrid (Salzburg), London und Brüssel (LASK) sowie Rotterdam (Wolfsberg). Für den Meister und Titelverteidiger im Cup wird schon der Auftakt heftiger als für Rapid, LASK und Wolfsberg. Wenn der Tabellenführer der Bundesliga beim Dritten (St.Pölten) gastiert, dann bedeutet das kein „Aufwärmen“ für den Start in die Champions League vier Tage darauf. Das wird gleich zur Belastungsprobe für ein Ziel, das Trainer Jesse Marsch der Mannschaft vorgegeben hat: Besser verteidigen als in den Spielen davor und „zu null“ spielen. St.Pöltens Trainer Robert Ibertsberger, bei Austria Salzburg als Spieler groß geworden, kündigte dem Favorit schon einen heißen Tanz an: „Wir haben schon Möglichkeiten, Salzburg zu ärgern!“

Nach St. Pölten kommen für Salzburg die Partien gegen Lok Moskau, in Wien bei der Austria in der Generali-Arena, bei Atletico Madrid gegen WSG Tirol, in München gegen Bayern und im Hütteldorfer Allianz Stadion gegen  Rapid: „Wir sind darauf sehr gut vorbereitet“, glaubte Marsch. Auch durch die drei positiven Corona-Fälle, weil dadurch kein Spieler zu den Nationalmannschaften fahren durfte. Andre Ramalho, Mergim Berisha und Karim Adeyemi können seit Donnerstag wieder voll mitmachen. Die große Frage wird sein, wie Ramalho die zehntägige Covid 19-Pause ohne Mannschaftstraining mit Heimprogramm wegstecken konnte. Für St. Pölten dürfte er noch kein Thema sein, Samstag wird Jerome Onguene mit Max Wöber im Abwehrzentrum beginnen: „Wir müssen bereit sein für einen richtigen Kampf“, weiß Marsch, „St. Pölten ist stärker als letzte Saison!“

Marsch wird im Winter einen Landsmann in Salzburg begrüßten können: Den 19 jährigen offensiven Mittelfeldspieler Brenden Russell Aaronson, der als Toptalent der USA gilt. Er kommt von Philadelphia Union, für die er bereits 51 Spiele in der Major Soccer League bestritt. Sportchef bei Philadelphia ist der Deutsche Ernst Tanner, der aus Traunstein unweit von Salzburg kommt, von 2012 bis 2018 als Nachwuchschef bei den Bullen unter Vertrag stand. Salzburg soll damit laut US-Angaben für einen Rekordtransfer gesorgt haben: Noch nie wurde für einen Amerikaner, der aus der nordamerikanischen Liga kommt, so eine hohe Ablöse bezahlt. Man spricht von fünf Millionen Euro, mit Boni können es nich mehr werden.

„Gemütlicher“ als für Salzburg geht es bei Rapid los. Der Vizemeister gastiert beim Vorletzten der Regionalliga Ost, Wr.Neustadt, ist dort der Goliath gegen den David, wie Trainer Didi Kühbauer weiß. Da sollte es beim Aufstieg kein Problem sein, obwohl Torjäger Taxiarchis Fountas (Bild oben gegen James Holland vom LASK) wahrscheinlich fehlen wird. Er schaffte es nach den Nations League-Spielen mit Griechenland gegen Moldau und den Kosovo, bei denen er insgesamt nur 34 Minuten im Einsatz war, durch einen Streik des Bodenpersonals am Athener Flughafen nicht zurück nach Wien. Erst Freitag gelang es ihm. Neuerwerbung Marcel Ritzmaier dürfte in Wr.Neustadt, wo Rapid vor fünf Jahren sein letztes Pflichtspiel bestritt, mit 1:0 drei Punkte holte, sein Debüt feiern. Arsenal, Donnerstag in Hütteldorf der Startgegner in der Europa League hat Samstag Abend in der Premier League die weit schwierigere Aufgabe als Rapid im Cup vor der Brust: Auswärts Manchester City im Ittihad-Stadium. Live zu sehen auf „Sky“ ab 18.20 Uhr.

Der LASK wärmt Samstag gegen Wörgl aus der Regionalliga Tirol auf, ehe Donnerstag an der Londoner White Harte Lane der Kracher gegen Tottenham wartet. Wo Sonntag die Hotspurs zum Londoner Derby West Ham empfangen. Die Vermutung, dass Tottenhams Trainer Jose Mourinho Donnerstag gegen die Linzer nicht unbedingt die stärkste Besetzung aufbieten wird, liegt nahe, Zum Kader des LASK gehören Samstag erstmals nach ihren Kreuzhandoperationen seit Monaten  Thomas Goiginger und Verteidiger Marvin Potzmann. Das Programm der Linzer nach London heißt auf der Gugl St.Pölten, und Bulgariens Meister Ludogorez Razgrad, danach in Graz gegen Sturm, bei Royal Antwerpen und gegen Admira. Wolfsberg spielt Sonntag um den Cupaufstieg gegen Ried, dann kommt es heftig: Im Klagenfurter Wörtherseestadion gegen ZSKA Moskau, dann wieder in der Lavanttal-Arena gegen Rapid, im „de Kuip“ von Rotterdam gegen Feyenoord, bei der Admira in der Südstadt, in Kroatiens Hauptstadt Zagreb gegen Serienmeister Dinamo und gegen Sturm Graz. Eine gewaltige Herausforderung.

Vor einer anderen  stehen die Grazer ohne Europacupstress. Grund: Der Muskelbündelriss im Adduktorenbereich von Mittelfeldspieler Otar Kiteishvili, der er im Nations League Spiel mit Georgien in Skopje gegen Nordmazedonien (1:1) schon nach sieben Minuten erlitt. Das bedeutet eine sechswöchige Pause bis Dezember, in der Sturm ohne Kiteishvili auskommen und das wegstecken muss. Er fällt auch für das Play-off-Finale Georgiens gegen Nordmazedonien am 12. November in Tiflis aus. Der Sieger dieser Partie wird im Juni 2021 Österreichs vierter Gruppengegner bei der Europameisterschaft sein.

Foto: Wien Energie/Gepa.

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