Fußball

Lasst Arnautovic besser in China!

Sie ziehen alle an einem Strang, gehen an ihre Grenzen! Diese Erklärung für die drei Oktober-Siege innerhalb von acht Tagen lieferte Stefan Lainer beim ORF-Interview nach dem 1:0 in Ploiesti gegen Rumänien. Womit die Ausgangsposition in den  November-Spiele gegen Nordirland und Norwegen für Gruppensieg und Aufstieg in die Nations League A perfekt ist. Vier Punkte aus beiden Partien reichen auf jeden Fall. Oder sogar ein Sieg im „Endspiel“ gegen Norwegen, wenn zuvor gegen die Nordiren nicht der vierte Sieg in Serie gelingen sollt. Weil Wien in Deutschland als Risikogebiet gilt, begannen Diskussionen, ob beide Partien wie geplant im Happel-Stadion stattfinden können. Weil möglicherweise einige deutsche Klubs ihre Spieler nicht für Spiel im Risikogebiet abstellen werden. Aber auch Nordirland und Rumänien galten für Deutschland als Risikogebiete. Und nur  Marco Friedl gab es auf Grund einer Verordnung in Bremen passen. Als Alternative zu Wien gilt das Wörtheersee-Stadion in Klagenfurt.

Teamchef Franco Foda k(Bild oben) kündigte an, dass Marko Arnautovic für die letzte zwei Spiele ein Thema sein wird, wenn er nicht mit Shanghai SIPG ins Finale des Play-offs der chinesischen Super League kommen sollte. Das beginnt für ihn am Sonntag mit dem Viertelfinale gegen den Stadtrivalen Shanghai Shensua, dem sein Topstar abhanden gekommen ist: Italiens Teamstürmer Stephan al Shaarawy hatte Montag bei der Squadra Azzura vor dem Spiel gegen Holland in Bergamo einen positiven Corona-Test. Offenbar verhält es sich bei al Shaarawy anders als bei Arnautovic: Bei ihm versicherte Foda immer wieder, dass Shanghai SIPG keine Abstellpflicht hat, weil er nach der Rückkehr aus Europa in Quarantäne müsste. Hat das bei al Shaarawy nicht gegolten oder gibt es bei Arnautovic andere Hintergründe? Nicht die einzige Ungereimtheit.

Zu hinterfragen bleibt auch, ob Teamspieler, die ja eine Vorbildfunktion haben sollten, als Werbeträger für Alkohol fungieren dürfen oder sollten. Speziell für härtere Getränke. Arnautovic preist seit Sommer Gin an und künftig auch Wodka mit seinem Namen an. Das ist ihm unbenommen, wenn er darin seine Zukunft nach der Karriere sieht. Nur gibt es so einen Fall bei keiner anderen Nationalmannschaft in Europa. Muss Österreich da anders sein? Festzustellen bleibt auch, dass die Nationalmannschaft von den fünf Spielen ohne Arnautovic vier gewonnen hat. Auch weil „Ersatz“ Michael Gregoritsch seine Sache gut gemacht hat. Wer bekrittelt, dass dies nur sogenannte Arbeitssiege gewesen sind, der lebt in einer anderen, verkehrten Fußballwelt. So gut ist Österreich wirklich nicht, um sich für Arbeitssiege mit sogenanntem Zweckfußball quasi entschuldigen zu müssen. Die tun auch durchwegs gut, gehören einfach dazu.

Es besteht keine Notwendigkeit, Arnautovic im November zu holen, damit für Unruhe zu sorgen. Zumal andere wichtige Spieler, die im Oktober ausfielen, zur Verfügung stehen werden. Etwa Marcel Sabitzer. Über Arnautovic kann und soll man wieder nachdenken, wenn sich die Situation nächstes Jahr halbwegs normalisieren sollte. Rechtzeitig vor der Europameisterschaft.

 

Foto: ÖFB.

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