Fußball

Silberberger und Pacult auf einer Linie: Wolfsberg ist keine Mannschaft

Gibt es anders als am letzten Samstag am Dienstag Sieger in den drei Spielen der Qualifikationsgruppe? Diesmal haben Blau Weiß Linz gegen Wolfsberg, Altach gegen WSG Tirol und Ried gegen den GAK den Heimvorteil. Dass es Samstag beim Kellerduell in Wolfsberg beim 0:0 blieb, lag nur an Nikolas Polster, den Tormann der Kärntner. Damit ist Thomas Silberberger erst der dritte Trainer in der Bundesligageschichte, der seine Ära mit zweimal 0:0 begann. Der erste war 1985 Ivan Markovic bei Sturm Graz, der zweite Klaus Schmidt vor vier Jahren bei Hartberg. Silberberger gab zu, dass er sich das ganz anders vorgestellt hat. Der vierte Wolfsberg-Trainer in dieser Saison liegt in seiner Diagnose zur beunruhigenden Lage Wolfsbergs mit dem zweiten, Peter Pacul, auf einer Linie. Pacult, den im Herbst Präsident Dietmar Riegler auf Drängen von Kapitän Dominik Baumgartner und Alessandro Schöpf nach nur fünf Spielen beurlaubte, stellte beim Sky Podcast übr seinen Ex-Klub fest: „Man hat jetzt von außen das Gefühl, das ist keine Mannschaft!“ Silberberger meinte in seinem Ärger über den glücklichen Punkt: „Wenn wir nicht als Mannschaft agieren, dann wird es so weitergehen, definitiv. Es ist höchste Eisenbahn!“

Mit der Abwehrkette vor Polster war er zufrieden, weil sie leidenschaftlich verteidigte. Aber andere wird er sich zur Brust nehmen: „Wenn du kaum für Entlastung sorgst oder die nur grob laissez-faire ist, dann schaut es so aus, wie es ausschaut.“ Mit laissez-faire meinte der Tiroler fahrlässig, ohne sich an Regeln zu halten Innenverteidiger Nikolas Wimmer, der nicht zur Anti-Pacult-Fraktion gehörte, kritisierte: „Wir sind vorne einfach viel zu harmlos. Das ist Kinderfußball. So kannst du kein Tor schießen und kein Spiel gewinnen!“ Auch nicht in Linz. Wo die Blau Weiß-Fans für volle Tribünen und viel Lärm sorgen werden. Denn wenn unter Trainer Michael Köllner der vierte Sieg im fünften Heimspiel gelingt, dann ist Wolfsberg Letzter.

Mit dem Deutschen in der Coaching Zone hat Bau Weiß schon mehr Heimsiege als in den ersten neun Heimpartien dieser Saison. Drei Heimsiege in Folge gelangen zuletzt zu Beginn der Saison 2024/25, drei Spiele in Folge ohne Gegentor vor zwei Jahren. Damals war Wolfsberg der dritte Gegner. Für Blau-Weiß sprechen vor allem die Stürmer: Der 37 jährige Ronivaldo (Bild), den sein Ex-Trainer Gerald Scheibkehner als besten Kopfballspieler der Liga bezeichnete, und Shon Weissmann, der Israeli mit Wolfsberg-Vergangenheit. Blau-Weiß verwertete in den ersten 27 Runden 47 Prozent seiner nur 43 Großchancen, das ist sogar der alleinige Spitzenwert der Liga. Wolfsberg hingegen von 45 nur 29 % – nur Rapid hat einen noch schlechteren Wert (28 %).

Foto: Gepa /Admiral.

3

Meist gelesen

Nach oben