Fußball

Sonntag wieder mit Kevin Danso! Prass drängte sich für Startelf auf

Mit sieben Punkten im Gepäck saß Österreichs Fußballteam Freitagnachmittag mehr als drei Stunden im Flugzeug. Von Dublin nach Pristina, in die Hauptstadt des Kosovo, wo Sonntag ab 18 Uhr sicher ein heißer Tanz auf Ralf Rangnicks Team warten wird. Mehr als 12.000 fanatische Kosovo-Fans im Stadiumi Fadil Vokri, dazu ein Rasen, der holpriger ist als der im Happel-Stadion und im Aviva-Stadium. Umstellungen wird es garantiert wieder geben. Sicher wird der in Irland gesperrt gewesene Kevin Danso im Abwehrzentrum beginnen. Bei Sasa Kalajdzic muss man eher erwarten, dass er nicht wie am Donnerstag zu den ersten elf gehören wird. Beim 2:2 spielte er erstmals in dieser Saison über die volle Distanz. Es war erst sein zweites Länderspiel über 90 Minuten, das erste in der Ära von Ralf Rangnick oder seit fünf Jahren, seit dem 2:2 im März 2021 gegen Schottland im Hampden-Park von Glasgow in seinem dritten Länderspiel. Sonntag wird er noch nicht „completely reloaded“ sein, wie Teamchef Ralf Rangnick es ausdrückte. Also nicht bereits für 90 Minuten.

Aber mit Jokern machte Rangnick, der wusste, wann und wen er tauscht, bisher in dieser Nations League nur gute Erfahrungen. Beim 3:1 gegen Israel in Linz mit Kalajdzic, Paul Wanner, Sascha Horvath und Christopher Lang, gegen den Kosovo mit Kalajdzic, in Dublin mit Konrad Laimer, den Torschützen Alexander Prass (Bild) und Michael Gregoritsch sowie mit Max Wöber. Wer von dem Irland-Quartett schafft es in Pristine unter die ersten elf? Prass wurde in seinen 23 Länderspielen unter Rangnick achtmal eingewechselt, gehörte achtmal zur Startformation. Rangnick setzte ihn in Dublin erst zum dritten Mal im linken Mittelfeld ein, ansonst war Prass linker Verteidiger. In Dublin bedankte sich der 25-jährige Oberösterreicher für das Vertrauen mit seinem ersten Tor im Teamdress, der Österreich ins Spiel zurückbrachte. Prass müsste genug Kraft haben, um gegen den Kosovo zu beginnen. Gegen Irland war es erst sein zweiter Einsatz in dieser Saison. Zuvor spielte er auf eigenen Wunsch nur einmal in Hoffenheims zweiter Mannschaft in der dritten deutschen Liga, um nach einer Adduktorenverletzung zu Saisonbeginn etwas Spielpraxis vor der Nations League zu bekommen.

Foto: Yigit Oerme.

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